U-Ausschuss
Grasser: Buwog-Provision "geht Republik nichts an"
Ex-Minister machte Ex-Mitarbeiter Vorwürfe: "Ramprecht lügt"
Ex-Finanzminister Grasser (F/V) hat bei der Befragung durch die Abgeordneten heute die Buwog-Privatisierung wortreich verteidigt. Der Verkauf sei ein "vorbildlicher Prozess" gewesen und nach nationalem und internationalem Recht "unanfechtbar". Nur bei wenigen Fragen verwies Grasser auf das laufende Strafverfahren gegen ihn und entschlug sich der Aussage bzw. verwies auf bereits vor dem Staatsanwalt getätigte Aussagen. Schwere Vorwürfe richtete er gegen seinen früheren Mitarbeiter Michael Ramprecht, der ihn zuvor erneut belastet hatte. "Ramprecht lügt noch immer", sagte Grasser. Die umstrittene 9,6-Mio.-Euro-Provision des siegreichen Bieters Immofinanz an Grassers Freunde Peter Hochegger und Walter Meischberger sei eine Vereinbarung eines privaten Unternehmens und gehe die Republik nichts an, meinte Grasser.