Asylthema wird von Öxit abgelöst

Hofer fordert Austritts-Referendum, Vdb warnt

03.07.2016

Der Wahlkampf ist eröffnet – und er wird möglicherweise der härteste aller Zeiten.

Zur Vollversion des Artikels
© APA/ Punz
Zur Vollversion des Artikels

Das Land droht mit dem kommenden Wahlkampf entlang einer neuen Linie gespalten zu werden: Sowohl Norbert Hofer als auch Alexander Van der Bellen machten bereits klar, dass nicht mehr die Flüchtlingskrise, sondern ein möglicher „Öxit“ thematisch den Kampf um die Hofburg dominiert.

Glawischnig zu Öxit: "FPÖ hat da null Kompetenz"

So forderte FPÖ-Mann Hofer im ÖSTERREICH-Interview eine Abstimmung über den EU-Austritt. Nicht nur im Falle eines Türkei-Beitritts – wie er es schon so oft verlangt hatte –, sondern bereits, „wenn die EU zentralistischer wird“. Der grüne Professor konterte sofort: „Wer den Öxit will, spielt mit dem Feuer.“ Er geht davon aus, dass ihm die Brexit-Debatte nützt. Denn: „Die Briten haben sich damit enorm in die Bredouille geritten“, so VdB.

„Null Kompetenz“

Auch Grünen-Chefin Eva Glawischnig ist voll im Wahlkampf-Modus und spricht der FPÖ in ÖSTERREICH die Kompetenz in der EU-Frage ab: „Sie haben null Konzept – im Gegenteil: Wenn das dann eintritt, machen sie sich aus dem Staub und übernehmen keine Verantwortung.“

Dann gleich der nächste Angriff: Hofer müsse sein Amt als 3. Nationalratspräsident zurücklegen. Denn als solcher führt er momentan im Kollegium mit Doris Bures (SPÖ) und Karlheinz Kopf (ÖVP) die Geschäfte des Bundespräsidenten: „Ich halte das für unvereinbar“, so Glawischnig zu Hofers Drittelamt: „Wir werden darauf achten, ob er das missbraucht.“

Wahlkampf ist eröffnet: Hofer ist bereits auf Tour

Hofer selbst startet etwas schaumgebremster in den Wahlkampf. Neben harten Ansagen in Sachen EU-Austritt spart er bislang mit Angriffen. Stattdessen postet er bereits Fotos und Videos von ersten Wahlkampfveranstaltungen. „Mein Wahlkampfteam und ich sind wieder unterwegs und hoch motiviert“, teilt Hofer via Facebook mit.

Auch zum Ablauf der Wahl gibt es Neuigkeiten: So ließ Innenminister Sobotka (ÖVP) wissen, dass er die Ergebnisse nun doch am Wahlsonntag um 17 Uhr freigeben wird und nicht erst Montagabend.

Karin Fischer

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel