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Jetzt ist es offiziell: APA-Chef Pig steigt ins ORF-Rennen ein

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Es hatte sich bis zuletzt geziert, am letzten Tag der Bewerbungsfrist steigt APA-Chef Clemens Pig ins Rennen um den ORF-Generaldirektor ein. Er gilt als klarer Favorit.
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Clemens Pig gilt als Wunschkandidat von weiten Teilen der ÖVP - seit Donnerstag, 15 Uhr, liegt die Bewerbung des CEO der nationalen Nachrichtenagentur APA auch offiziell vor, neun Stunden vor dem offiziellen Ende der Bewerbungsfrist. „Der ORF ist nicht irgendein Medienunternehmen. Er ist eine zentrale demokratische Institution dieses Landes“, erklärt der Medienmanager. „Ich möchte Verantwortung dafür übernehmen, dass der ORF Vertrauen stärkt, Orientierung gibt und seine besondere Rolle im digitalen Zeitalter konsequent weiterentwickelt“, sagt er.

Er will das Vertrauen herstellen

Pig stellt seine Kandidatur unter das Leitmotiv „Ein ORF, dem Österreich vertraut“. Der ORF müsse sich in den kommenden Jahren nicht einfach kleiner, sondern klarer, effizienter und öffentlich besser nachvollziehbar aufstellen. „Die Aufgabe eines ORF-Generaldirektors geht weit über klassisches Medienmanagement hinaus“, so Pig. „Es geht nicht nur um Quote, Reichweite oder kommerzielle Logiken. Der ORF muss mit seiner ganzen Kraft für Public Value, demokratische Orientierung, kulturelle und regionale Identität, digitale Innovation und journalistische Glaubwürdigkeit stehen. Er muss ein öffentliches Haus bleiben – unabhängig von Parteien, Interessen und einzelnen Milieus.“

Pig ist seit 2016 APA-Chef

Der gebürtige Tiroler ist seit 2016 Chef der APA, Pig gilt als Bürgerlicher, aber nicht als ÖVP-Parteigänger - was durchaus Skepsis in der Volkspartei auslöst. Unter seiner Führung sei die APA „strategisch zu einer modernen News-Tech-Agentur weiterentwickelt, mit medienübergreifenden Kooperationslösungen, neuen digitalen Geschäftsfeldern, datenbasierten Services, KI-Anwendungen, Redaktionssystemen und internationalen Technologieprojekten weiterentwickelt“ worden. Das will er im ORF nutzen.

Zentral ist für Pig die Stärkung der redaktionellen Unabhängigkeit und Qualität: Der ORF müsse stärker zuhören, erklären und den Dialog mit den Menschen im Land systematisch führen. Unabhängigkeit und Qualität dürften nicht nur behauptet werden, sondern müssten strukturell abgesichert werden.