Hofburg-Wahl
Lugner: 700.000 Euro für den letzten Platz
Schon beim Mittagessen im Restaurant Melrose im noblen 19. Wiener Gemeindebezirk spürte es Lugner: „Schaut nicht gut aus“, sagte er zu ÖSTERREICH. Geworden sind es am Schluss nur knapp über zwei Prozent. Er hat mit deutlich mehr gerechnet.
Beim ORF-Interview nach Wahlschluss kam es prompt zum Eklat: Die Reporterin unterbrach ihn bei einer Antwort, er beschwerte sich lautstark und meinte lautstark: „Wollen S’ mi ned reden lossen?“ Am Ende des Interviews verkündete er das Ende seiner politischen Ambitionen.
Kämpfte bis zum Schluss. Als Einziger war er Samstag noch unterwegs: Auf dem Stephansplatz dirigierte er eine Musikkapelle und hielt eine Rede – vergebens. „Zwischen 600.000 und 700.000 Euro hat mich der Wahlkampf gekostet … Ich wollte keinen finanziellen Bauchfleck machen.“
"Blauer Durchmarsch nicht gut"
ÖSTERREICH: Wie viel hat Sie der Wahlkampf gekostet?
“
ÖSTERREICH: Wie sehen Sie den blauen Erdrutsch?
Lugner: Das ist nicht gut – blauer Präsident, blauer Kanzler. Wieder wäre zu viel Macht in einer Hand.