Gebührenhammer
Die komplette Tabelle: Wie viel GIS Sie künftig zahlen
Wien. Der ORF wird teurer – wie viel, ist aber noch offen. Eine der letzten Amtshandlungen von Noch-ORF-Chef Alexander Wrabetz ist der alle fünf Jahre fällige Gebührenantrag im ORF-Stiftungsrat. Und der wird – so viel ist sicher – diesmal geschmalzen ausfallen. Denn laut Statistik Austria hat die Inflation – gerade im Zuge der Coronakrise – ordentlich angezogen. Zwischen August 2016 und Juli 2021 lag die Teuerung bei 10,2 Prozent. Rechnet man das auf die aktuelle ORF-Gebühr um und geht davon aus, dass die Länder den Kunstförderungsbeitrag bzw. die Landesabgabe ebenfalls anheben, dann könnten die Gebühren zwischen 25,60 und 32,70 Euro im Jahr steigen.
Bis zu 350 Euro. In Wien und NÖ würde man dann knapp 350 Euro im Jahr zahlen, in der Steiermark sogar 353,50 Euro – besser kämen die Oberösterreicher und Vorarlberger davon: Sie müssten dann pro Jahr 276,80 Euro an die GIS überweisen.
Nur: Ob der Stiftungsrat Wrabetz so eine satte Erhöhung genehmigt, ist offen: 2016 hatte Wrabetz 7,7 % verlangt – die exakte Inflationsrate. Der Stiftungsrat hat ihm aber nur 6,5 % genehmigt, blieb also um mehr als einen Prozentpunkt unter der Teuerung. Allerdings könnte das nicht alles sein: Gut möglich, dass das derzeit kostenfreie Streamen von ORF-Programmen im Internet 2022 ebenfalls wieder GIS-pflichtig wird.