Blaue Wähler aber pro Kickl
Umfrage: FPÖ-Absturz mit Kickl
Die Rochade an ihrer Spitze bedeutet schlechte Nachrichten für die FPÖ. Laut aktueller Research-Affairs-Umfrage (Befragungszeitraum 8 bis 10 Juni, 1.000 Befragte) würde die FPÖ nach dem Wechsel von Norbert Hofer zu Herbert Kickl auf 14 Prozent abstürzen.
Würde am Sonntag gewählt werden, käme die ÖVP hingegen weiter auf stabile 35 %. Die SPÖ auf 23 %, die Grünen erholen sich mit 12 %, die die Neos ebenfalls erreichen würden. Die FPÖ legt eben ein Minus von einem Prozentpunkt hin – vor drei Wochen hatte sie noch 17 %.
Das kann freilich ebenso Reaktion auf den blauen Streit – der Machtkampf der Freiheitlichen fand ja auf offener Bühne statt – wie auch aufgrund des polarisierenden Kickl sein.
FPÖ-Wähler favorisieren Kickl vor Norbert Hofer
Die Antwort auf die Frage „Wie schätzen Sie Herbert Kickl im Vergleich zu Norbert Hofer ein?“ deutet allerdings daraufhin, dass es um Kickl geht.
- Immerhin 55 % der Befragten sagen, dass sie Kickl „schlechter“ als Hofer ansehen würden.
- Nur 16 % sehen den neuen FPÖ-Chef als „besser“ an. 28 % halten ihn für „gleich gut bzw. gleich schlecht“.
- Aber: Wenn man sich die Befragten nach Parteizugehörigkeit genauer ansieht, dreht sich das Bild. Immerhin sagen ganze 56 Prozent der FPÖ-Wähler, dass sie Kickl für „besser“ als den bisherigen FPÖ-Obmann Hofer einschätzen.
Am schlechtesten kommt Kickl bei den ÖVP-Wählern (69 %) und den Neos-Wählern (73 %) an. Das heißt, dass er nur im eigenen Lager Stimmen fischen kann.