Nachfolge. In der ÖVP stellt sich nach Wögingers Rücktritt nun auch die Frage nach der Nachfolge. Wögingers Rücktritt stellt die Volkspartei jedenfalls vor eine große Aufgabe – leicht wird der Partei-Routinier und Netzwerker nicht zu ersetzen sein. Vor allem wurde Wögingers Handschlagqualität auch in den anderen Parlamentsparteien geschätzt.
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Von der ÖVP hieß es am Montag allerdings lediglich, dass man „zeitnah“ entscheiden werde. Hinter den Kulissen soll aber bereits seit Wochen eine Nachfolge-Lösung besprochen werden.
Die ÖVP-Bünde brachten oe24-Informationen zufolge schon erste Nachfolger in Stellung.
U-Ausschuss-Profi Hanger ein Kandidat
Gute Karten hat ÖVP-Finanzsprecher Andreas Ottenschläger, bestätigen mehrere Insider oe24. Ottenschläger ist Mitglied des Wirtschaftsbunds und in der Partei bestens vernetzt. Auch Wirtschaftssprecherin Tanja Graf wurde immer wieder genannt. Laut oe24-Informationen hat sie allerdings bereits abgewunken. Sie wurde erst im Jänner Wirtschaftsbund-Generalsekretärin.
Ebenfalls genannt wird U-Ausschuss-Profi Andreas Hanger. Er hat den starken Arbeitnehmer-Bund (ÖAAB) und die durchaus mächtige VP-Niederösterreich hinter sich, soll aber im Klub „stark polarisieren“. Am Nachmittag brachte sich dann auch noch ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti ins Spiel.
Bauernbund will auch mitmischen
Flügelkampf. Der Bauernbund bringt seinen Präsidenten Georg Strasser sowie der Klosterneuburger Johannes Schmuckenschlager (beide aus NÖ) ins Spiel. Am Montagabend wollte Kanzler Christian Stocker eine (Vor-)Entscheidung treffen.
Für Dienstagvormittag ist jedenfalls eine Klubsitzung anberaumt.