Laut Studie

136 Jahre Verspätung: Die große Europa-Zug-Bilanz - so schnitt Österreich ab

11.03.2026

Wer im Jahr 2025 viel mit der Bahn in Europa unterwegs war, brauchte vor allem eines: Geduld. Eine aktuelle Analyse zeigt nun das ganze Ausmaß der Verspätungen. Während ein Nachbarland völlig den Anschluss verliert, landet Österreich im Mittelfeld. 

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Das Tech-Start-up Chuuchuu hat für das Jahr 2025 die Ankunftsdaten der europäischen Eisenbahnen in sieben Ländern unter die Lupe genommen - darunter Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Das Ergebnis der 17,3 Millionen untersuchten Fahrten ist ernüchternd: Insgesamt sammelten die Züge eine Verspätung von 71,3 Millionen Minuten an. Das entspricht einer Zeitspanne von fast 136 Jahren. 

Nachtzüge als Sorgenkinder

Besonders schwierig ist die Situation für Reisende in der Nacht. Laut der Datenauswertung nehmen Europas Züge statistisch gesehen gegen 17 Uhr Pünktlichkeit nicht mehr so ernst. Die höchsten Verspätungschancen bestehen jedoch in den Nachtstunden, wenn Schlafwagenzüge mit dem Güterverkehr um die Priorität auf den Gleisen kämpfen müssen. 

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Unter den zehn unpünktlichsten Zügen Europas finden sich daher ausschließlich Nachtverbindungen. Auch Österreich ist betroffen: Der Nightjet NJ 420 von Innsbruck nach Amsterdam landete mit einer durchschnittlichen Verspätung von 80,8 Minuten auf dem unrühmlichen zweiten Platz der Statistik. 

Das Länder-Ranking: Schweiz top, Deutschland flop

Im Vergleich der Länder gibt es einen einsamen Spitzenreiter: In der Schweiz kamen beeindruckende 97,8 Prozent der Züge pünktlich an. Auf Platz zwei und drei finden sich die Niederlande mit 93,9 und Belgien mit 88,6 Prozent pünktlichen Zügen. Österreich verpasste den Sprung unter die Top 3 auch nicht ganz so knapp und belegt mit einer Pünktlichkeitsquote von 82,2 Prozent Rang vier.

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Ein echtes Desaster zeigt sich hingegen in unserem Nachbarland: In Deutschland waren 2025 nur 58,5 Prozent aller Züge pünktlich. Die Bundesrepublik allein ist für 66,8 Jahre der Gesamtverspätung verantwortlich. Die Schweizer Bahnen machen für ihre wenigen Verzögerungen auch primär die Züge aus dem Ausland, insbesondere aus Deutschland, verantwortlich. 

Hitze-Rekord und österreichische Vorzeige-Bahnhöfe

Besonders bitter war der 1. Juli 2025: Aufgrund einer extremen Hitzewelle waren an diesem Tag nur 64,6 Prozent aller Züge im Plan, der schlechteste Wert des gesamten Jahres.

Doch es gibt auch gute Nachrichten für heimische Pendler und Reisende. Wer in Österreich pünktlich ankommen will, hat an diesen Bahnhöfen die besten Karten:

  • Altach
  • Bregenz Riedenburg
  • Wiener Westbahnhof

Diese Bahnhöfe führen das Pünktlichkeits-Ranking innerhalb Österreichs an und zeigen, dass es trotz der europaweit schwierigen Bilanz auch positive Ausnahmen gibt. 

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