Eklat bei Kader-Bekanntgabe

Constantini geht auf ÖFB-Boss Windtner los

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Teamchef ledert gegen Windtner los. Kader gegen Slowakei ohne Arnautovic.
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Eklat bei der PK zur Bekanntgabe des ÖFB-Teamkaders für das Testspiel gegen die Slowakei. Teamchef Didi Constantini ging dabei in die Offensive und auf ÖFB-Präsident Windtner los. Grund war ein Interview, das Windtner bei der U20-WM in Kolumbien gegeben hatte. Dabei hatte Windtner erklärt, dass „die Schonzeit für den Teamchef vorbei“ sei und er „in Zukunft positive Ergebnisse“ erwarte. Dabei lobte Windtner auch U20-Teamchef Heraf über den grünen Klee und legte Constantini zugleich nahe, „sich in Zukunft weiterzuentwickeln“.

"Drohungen sind überflüssig"
Dieses Interview machte den Teamchef nun richtig wütend. Vor laufenden Kameras im Wiener Hilton-Hotel am Stadtpark erklärte der Tiroler: „Es ist besser, wenn man gewisse Sachen intern behandelt und nicht öffentlich ausplaudert. Das ist nicht ok.“ Und weiter: „Drohungen sind überflüssig!“

Nach der PK lederte Constantini noch mal los: „Das ist kein Stil und völlig überflüssig. Einige Aussagen des Präsidenten sind für mich überraschend gekommen. Vor allem weil Windtner und ich gerade erst in Brasilien zwei Tage zusammen waren. Und dann muss ich so etwas lesen…“

Constantini: "Es gibt viele Jobs"
ÖSTERREICH fragte den Teamchef: „Wollen Sie damit Ihren Abgang provozieren?“ Constantinis trockener Konnte: „Nein, aber ich mache mir auch keine Sorgen um meinen Job. Es gibt viele Jobs. Ich habe als Trainer mehr erreicht, als andere je erreichen werden. Da muss ich mir nicht alles gefallen lassen.“

Slowakei-Match letztes Spiel unter Didi?
Gut möglich, dass Constantini gegen die Slowakei zum letzten Mal auf der Trainerbank sitzt. Windtner dürfte auf diese PK sicher reagieren. Alles ist möglich. Jetzt kann es ganz schnell zum Abgang des Teamchefs kommen.

Kader ohne Überraschungen
Sportlich gab es bei der Kader-Präsentation keine Überraschungen. Constantini verzichtet weiter auf Marko Arnautovic und vertraut den Spielern, die zuletzt gegen Deutschland und Lettland durchaus akzeptable Leistungen abgeliefert haben. "Die Mannschaft hat zwei Partien nicht schlecht gespielt, deshalb gibt es keinen Grund für Wechsel", so Constantinis Begründung.

Arnautovic in der Warteschleife
Constantini verzichtet damit auch weiterhin auf Werder-Legionär Marko Arnautovic: "Er ist weiterhin kein Thema", so der Teamchef, "Er soll zur Ruhe kommen und zeigen, dass er sein Potenzial in den Spielen abrufen kann. Ich habe mich fürs Kollektiv entschieden und das bleibt aufrecht."

Respekt vor Slowakei
Der Test gegen die Slowakei wird für Constantini ein schwieriges Spiel: "Die Slowaken waren im WM-Achtelfinale und sind in der laufenden WM-Quali noch voll im Rennen. Derzeit sind sie über uns zu stellen." Trotzdem erwartet sich der Teamchef ein positives Ergebnis: "Wir wollen und können diese Partie trotzdem gewinnen."

Kader für Slowakei-Match

Auf Abruf

Mittelfeld: Christopher Drazan (Rapid/3/0), Andreas Hölzl (Sturm Graz/10/2), Florian Kainz (Sturm Graz/0), Christopher Trimmel (Rapid/3/0)

Sturm: Roland Linz (Austria Wien/39/8), Stefan Maierhofer (Wolverhampton/ENG/17/1)