Vorschlag
Eine Halbzeit 30 statt 45 Minuten: Kommt Fußball-Revolution?
Kurz vor dem Start der Frauen-Europameisterschaft sorgt ein prominenter Fußballfunktionär mit einem überraschenden Vorschlag für Diskussionen: Peter Knäbel, ehemaliger Bundesliga-Manager (u. a. HSV und Schalke) und künftiger Präsident des Schweizerischen Fußballverbands, schlägt eine grundlegende Änderung im Spielmodus des Frauenfußballs vor.
Knäbel fordert neue Spielzeitstruktur: Dreimal 30 Minuten
Knäbel plädiert dafür, beim Frauenfußball von der klassischen Aufteilung von zweimal 45 Minuten abzuweichen. Stattdessen schlägt er vor, die Spiele in drei Drittel à 30 Minuten zu unterteilen.
Sein Argument: Der Frauenfußball solle nicht bloß das männliche Modell kopieren, sondern selbstbewusst eigene Wege gehen.
Knäbel wird von der deutschen "Bild" mit den Worten zitiert: „Warum nicht dreimal 30 Minuten? Warum traut man sich das nicht?“
Appell an die Eigenständigkeit des Frauenfußballs
Knäbel betont, dass der Frauenfußball seinen eigenen Charakter habe – insbesondere durch Nahbarkeit und Authentizität. Diese Merkmale seien ein echter Wettbewerbsvorteil, der nicht durch eine zu starke Orientierung an den Männern verwässert werden sollte.
„Spielerinnen haben früher versucht, sich wie die männlichen Profis zu verhalten. Dabei ist gerade ihre Natürlichkeit ein Trumpf“, so Knäbel.