Erstmals

Robert Almer spricht über die EM-Enttäuschung

Der Keeper will seinem Freund Christian Fuchs nicht als Kapitän folgen.
Zur Vollversion des Artikels

Keeper Robert Almer hat sich als erster der ÖFB-Teamspieler ausführlich nach dem frühen Ausscheiden bei der Fußball-EM geäußert. "Die Enttäuschung ist sehr groß und ich werde sicher noch lange daran nagen", erklärte Almer in der Ö3-Radiosendung "Frühstück bei mir" am Sonntag.

Nach der Niederlage im ersten Match gegen Ungarn sei die Stimmung negativ gewesen, meinte der Torhüter. "Wir waren alle niedergeschlagen. Wenn man so verliert, ohne eine Chance zu haben, schwächt es auch das Selbstvertrauen. Insgesamt haben wir nicht die Passqualität der Qualifikation erreicht und konnten unsere Leistung einfach nicht abrufen."

Bart wieder nachgewachsen

Sein nach dem Ausscheiden abrasierter Vollbart ist schon wieder nachgewachsen. "Für mich war es ein Zeichen. Der Bart muss ab und jetzt wieder etwas Neues wachsen. Es war ein Schritt, der mich emotional auf Distanz gebracht hat zur Euro."

Kein Kapitän

Als künftiger ÖFB-Teamkapitän und Nachfolger von Christian Fuchs sieht sich Austria-Spieler Almer nicht. "Das sollen die Jungs machen, die keine kleinen Kinder haben und Schlaf nachholen müssen. Ich bin mit meiner Rolle sehr zufrieden, bin froh, wenn ich der Mannschaft mit meiner Ruhe raus helfen kann."

Er würde aber trotz des Misserfolgs gerne auch noch bei der EM 2020 im Tor des Nationalteams stehen. "Diese Begeisterung der Fans bei einem Großereignis zu erleben, ist gigantisch. Die EURO war trotz allem der Höhepunkt meiner bisherigen Karriere."