Nette Geste
Austria hilft georgischem Uefa-Cup-Gegner
Die Wiener wollen die Einnahmen vom Donnerstag mit dem Gegner WIT Tiflis teilen. Die Georgier können sich auf etwa 30.000 Euro freuen.
Der FK Austria Wien hat sich für das zur zweiten und letzten Quali-Runde zählende UEFA-Cup-Heimspiel am Donnerstag im Horr-Stadion (19.30 Uhr/live ORF 1) gegen den georgischen Vertreter WIT Tiflis eine Hilfsaktion einfallen lassen. Die Violetten teilen ihren Netto-Erlös aus der Partie mit ihren durch die Kriegswirren geschockten und sportlich wie wirtschaftlich benachteiligten Gästen. "Über den Daumen dürfen sie mit rund 30.000 Euro rechnen", kündigte am Dienstag Austria-Vorstand Markus Kraetschmer an.
Hinspiel wegen Unruhen abgesagt
Von den Einnahmen aus den
TV-Rechten, der Banden-Werbung und dem Karten-Verkauf werden die
Veranstaltungskosten abgezogen und der Betrag dann durch zwei dividiert. Das
Horr-Stadion ist für Europacup-Begegnungen derzeit für 8.000 Zuschauer
zugelassen, bis Dienstagvormittag waren schon über 5.000 Tickets abgesetzt.
Der aktuelle Vizemeister hat keine Einnahmen, weil das Heimspiel in Tiflis
wegen der Unruhen im Land abgesagt wurde. Auch die Verlegung in die
türkische Stadt Rize war unmöglich, weil die Ausreise der Mannschaft damals
zu gefährlich gewesen wäre.
Kleines Aufgebot aus Georgien
Das Donnerstag-Spiel, in dem der
Aufsteiger ohne Auswärtstorregel (bei Remis zunächst Verlängerung und dann
Elferschießen) ermittelt wird, ist gesichert. Die Georgier trafen bereits
Dienstag früh in Wien ein und bezogen im Hotel Arnia nahe der SCS südlich
von Wien Quartier. Die Delegation umfasst 18 Spieler und sieben Offizielle.
"So eine kleine Gruppe hatten wir im Europacup noch nie. Sonst sind immer
das Präsidium, VIPs und Fans mit", sagte Austria Pressesprecher Christoph
Pflug, der anmerkte, dass Austria in der Bundesliga mit mehr Personen zu den
Spielen reist.
Metz nach Sperre wieder dabei
Stichwort Spieler, die die
Derby-Schmach des 0:3 in Hütteldorfer tilgen und wieder in die erste
Hauptrunde des UEFA-Cups einziehen möchten. Am Dienstagvormittag waren die
Einsätze von Franz Schiemer (Muskelverhärtung in der Wade), Joachim
Standfest (Zerrung des Hüftbeugers) und Fernando Troyansky
(Bauchmuskel-Probleme) mehr oder weniger fraglich. Florian Metz, der gegen
Rapid gesperrt war, ist wieder mit von der Partie.