Auf eigener Wiese

Austria will LASKs Meisterparty crashen

12.05.2026

Die Wiener Klubs entscheiden die Meisterschaft! Allerdings anders, als ihnen lieb ist. Für beide ist der Titel außer Reichweite, aber mit Duellen gegen den LASK und Sturm werden sie zum entscheidenden Faktor.

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"Unser Ziel ist, dass sie auf keinen Fall bei uns feiern", posaunte Austria-Kapitän Manfred Fischer hinaus. Der LASK konnte am vergangenen Wochenende den Titel nicht fixieren, heißt die Meisterfeier würde erst in der Generali-Arena stattfinden - dort sind die Linzer am Sonntag (14.30 Uhr) zu Gast.

Nicht-Angriffs-Pakt in Wien?

Sein Trainer sieht die Situation etwas gelassener, Stephan Helm steht dem LASK und seinem burgenländischen Landsmann Didi Kühbauer als Champion positiv gegenüber: "Aber nur, wenn wir gewinnen", so der Nachsatz. Das ist gut möglich, denn selbst eine Niederlage reicht, wenn Sturm Graz das zeitgleiche Heimspiel gegen den SK Rapid nicht gewinnt. Daher sind die Grün-Weißen das eigentliche Zünglein an der Waage, denn jeder Punktgewinn entscheidet das Meister-Rennen endgültig.

Die Veilchen und die Athletiker könnten sich sogar ein entspanntes Match liefern, denn mit einer Punkteteilung könnten beide die eigene Position absichern. Sollte Rapid führen, braucht die Austria hingegen den Sieg, allerdings könnten sich die Linzer in diesem Szenario auch die Niederlage leisten. In der Realität wird es aber nicht so weit kommen.

Hauptstadt schlechtes Pflaster für LASK

Kühbauers Team wird den Titel mit drei Punkten in die eigenen Hände nehmen wollen, die Austria kann mit einem vollen Erfolg ihrerseits sogar Salzburg überholen, wenn diese nicht gegen Hartberg gewinnen - dieser bedeutet Europa-League- statt Conference-League-Quali.

Ausgerechnet die Hauptstadt ist aber ein schwarzer Fleck auf einem sonst irren Lauf der Linzer. Seit der achten Runde im September (0:1 beim WAC) kassierten die Schwarz-Weißen in 13 Auswärtsspielen nur eine einzige Niederlage: das 2:4 gegen Rapid Ende März. Die Wiener als möglicherweise entscheidender Faktor im Meisterrennen, nur eben anders, als erhofft.