Torjäger-Krone

Forlan stößt Janko vom Gold-Thron

25.05.2009

Wird's der "Goldene Schuh" oder doch nur Blech? Diego Forlan stürmte an Marc Janko vorbei, stieß ihn vom Thron der europäischen Torjäger.

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Marc Janko (25, Marktwert zehn Millionen Euro) ahnt: „Ich brauche ein Wunder. Jetzt ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit für mich, den Goldenen Schuh zu holen.“ Janko muss in der letzten Runde am 31. Mai in der Bullen-Arena gegen Schlusslicht Altach dreimal treffen. Mindestens!

Monatelang durfte er von jener Trophäe träumen, die jedem Angreifer viel Glanz verleiht: Der „Goldene Schuh“ für den besten Schützen in Europa bringt Ruhm und Anerkennung, steigert den Marktwert. Nun besteht jedoch die Gefahr, dass Janko am Ende allenfalls eine „Goldene Ananas“ bleibt. Das wäre ganz bitter!

Gala
Der Stürmerstar (39 Saisontore) war am Sonntag beim Formel-1-Klassiker in Monaco Gast von Red Bull. Vor dem Grand Prix erfuhr er vom großen Auftritt von Diego Forlán (30, Marktwert 20 Millionen Euro). Der Nationalspieler aus Uruguay schaffte beim 4:1-Erfolg von Atlético Madrid in Bilbao im Finish binnen einer Viertelstunde einen Hattrick, hält damit bei 31 Volltreffern. Das sind acht weniger als Janko auf dem Konto hat. Doch die UEFA stuft Tore in Spanien weit höher ein als in Österreich. Das ist Jankos Pech. Aber seine Enttäuschung hielt sich in Grenzen: „Ich darf nicht unzufrieden sein. Wir sind Meister. Für mich ist es die beste Saison meiner Karriere gewesen. Alles, was jetzt noch kommt, wäre eine Draufgabe.“

Duell
Alles läuft auf ein Duell zwischen Forlán und Janko hinaus. Barcelona-Star Samuel Eto’o (28, Marktwert 40,5 Millionen Euro) fiel in der Wertung auf Platz drei zurück. Der Stürmer aus Kamerun, der bisher 29-mal traf, war beim 0:1 des FC Barcelona gegen Osasuna nur eine Stunde auf dem Platz, schonte sich bereits für das Champions-League-Finale.

Hoffnung
Janko kann nur hoffen, dass Forlán beim Match gegen Almeria leer ausgeht. Und er selbst muss Altach am Sonntag aus dem Stadion schießen. Es wären Goldtore für ihn!

Von Christian Russegger/ÖSTERREICH

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