Showdown in Dallas
FIFA zittert vor Horror-Szenario bei der WM
03.05.2026Ein mögliches Szenario bereitet den Verantwortlichen Kopfzerbrechen.
In gut einem Montag startet die Weltmeisterschaft in Nordamerika. Sportlich hat sich dafür auch der Iran qualifiziert, ob das Land aber wirklich antritt, ist weiterhin unklar. Erst am Freitag hat der iranische Fußball-Verband (FFI) den Weltverband FIFA scharf kritisiert und Bedingungen für eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft gestellt. "Ich habe die FIFA noch nie so schwach erlebt", sagte Verbandschef Mehdi Tadsch laut Nachrichtenagentur Tasnim. Anstatt gegen "Beleidigungen und Erniedrigungen gegenüber dem Iran" vorzugehen, lasse sich die FIFA von der Politik einschüchtern und begnüge sich mit "rein verbalen Verurteilungen".
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Die FIFA müsse laut Tadsch vor allem verhindern, dass sich US-Präsident Donald Trump in sportliche Angelegenheiten der WM einmischt. Der Iran habe sich sportlich qualifiziert, sagte er, und Trump sei "nicht auf dem Niveau, darüber zu entscheiden, ob wir an der WM teilnehmen dürfen oder nicht". Dafür brauche der Iran "keine Erlaubnis" aus Washington. Der Iran soll am 15. Juni gegen Neuseeland in die WM starten. Weitere Gruppe-G-Gegner sind Belgien und Ägypten. In den USA leben mehr als eine Million Iraner, die meisten von ihnen gelten als Gegner der jetzigen Führung.
Showdown in Dallas
Nach Angaben von Tadsch will der Verband in einem Treffen mit FIFA‐Vertretern seine Bedingungen für eine Teilnahme in den USA konkretisieren. Der Iran wolle u.a. sicherstellen, dass es bei den Spielen keine politischen Kommentare gegen das Team oder den Verband gebe, dass die offizielle Flagge der Islamischen Republik – nicht die nationale Flagge der Opposition – gehisst werde und dass Spielern, Trainerstab und Funktionären umfassende Sicherheit garantiert werde. "Das muss uns die FIFA zusichern, nur unter diesen Bedingungen werden wir teilnehmen", sagte Tadsch.
Die FIFA will weiterhin am Iran festhalten, befürchtet aber politische Diskussionen, die vom Sport ablenken. Vor allem ein Szenario bereitet den Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Sollte der Iran ebenso Gruppenzweiter werden, wie die USA, dann würde es am 3. Juli in Dallas zum Aufeinandertreffen der beiden Kriegsparteien kommen. An ein normales Fußballspiel wäre dann nicht mehr zu denken.