Andere Reaktion
F1-Star schießt gegen Motoren-Kritiker: "Hört auf zu schauen"
13.05.2026
Einige Fahrer teilen die laute Kritik der Fans, dass die neuen Regularien für die Saison 2026 enttäuschend sind. Doch ein Fahrer hat nun einen Vorschlag für die Kritik. Nico Hülkenberg meint, dass Fans den Sport "nicht anschauen müssen", wenn er nicht unterhält.
Die neuen Motorenregeln spalten die Formel-1-Welt. Einer der lautesten Kritiker ist der viermalige Weltmeister Max Verstappen. Er vergleicht die neue Formel 1 mit der Formel E und hat weniger Spaß als in den vergangenen Jahren.
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Neben ihm haben auch Charles Leclerc, Lando Norris und Fernando Alonso sich besorgt über die neuen Regeln gezeigt. Sogar die FIA hat schon auf die Kritik reagiert und eine Anpassung des Reglements für die kommende Saison angekündigt.
"Das in der Formel 1 schon immer so"
Doch nun verteidigt ein aktiver Formel-1-Fahrer die neuen Regeln. Audi-Pilot Nico Hülkenberg glaubt, dass der Sport "mit der Zeit gehen" müsse. Gegenüber dem Medium "The Drive" sagt der Deutsche: "Ehrlich gesagt war das in der Formel 1 schon immer so, nicht wahr?"
Er betont: "In der Formel 1 geht es um technologische Führungsrolle, man muss mit der Zeit gehen. Wenn man sich die Automobilindustrie vor fünf oder zehn Jahren ansieht, ist sie heute ganz anders – sie hat sich stark verändert." Und setzt fort: "Wenn man sich die Rennen jetzt ansieht, die ersten Rennen, die wir [2026] hatten, dann waren sie unterhaltsam. Es war gut, zuzusehen, mit viel Action auf der Strecke." Über die Kritiker hat Hülkenberg eine klare Meinung: "Und ich meine, wenn es dir nicht gefällt, musst du es dir ja nicht ansehen."
"Natürlich gibt es diese Puristen"
Der Audi-Fahrer fährt schon seit 2010, mit einer kurzen Pause im Jahr 2021, in der Formel 1. In dieser Zeit hat der Deutsche Autos mit 2.4-Liter V8-, 1.6-Liter V6- und den heutigen Hybrid-Motoren gefahren. Hülkenberg fügt hinzu: "Natürlich gibt es diese Puristen, die den altmodischen Klang eines V10- und V12-Saugmotors lieben – mich eingeschlossen –, aber die Realität sieht so aus, dass es nicht so funktioniert. Vor einigen Jahren war Nachhaltigkeit ein großes Thema; heute weniger."
Zum Abschluss verteidigt Hülkenberg die Regelhüter: "Aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass die Formel 1 und ihre Regelhüter in diese Richtung gedrängt wurden, um mit der Zeit zu gehen. Wenn man auf dem neuesten Stand bleiben und ein seriöses Geschäfts- und Unterhaltungsmodell sein will, muss man diesen Weg einschlagen."