Vor Kanada-GP

Primetime und neue Regeln sollen Formel 1 retten

Nach bisher mäßigen Einschaltquoten hofft Formel-1-Sender ServusTV auf den Primetime-GP in Kanada. Eine Reglement-Anpassung könnte zusätzlich helfen.

Nach drei Wochen Pause heulen die Formel-1-Motoren von 22. bis 24. Mai in Montreal endlich wieder auf. Der Primetime-Termin (Samstag: 18 Uhr Sprint, 22 Uhr Qualifying/Sonntag: 22 Uhr GP-Start) lässt ServusTV auf Top-Einschaltquoten hoffen.

Die ersten Rennen in Melbourne (239.000 Zuseher) und Suzuka (306.000) lagen hinter den Erwartungen. Shanghai (524.000) und Miami (580.000) liefen im ORF.
Neben den ungünstigen Startzeiten gab‘s wohl auch zu viele Regel-Diskussionen. Die anhaltenden Beschwerden von Topstars wie Max Verstappen (Red Bull) oder Weltmeister Lando Norris (McLaren) dürften wohl einigen Fans den Spaß verdorben haben.

Rückkehr zu V8-
Verbrennermotoren?

Kein Wunder, dass die FIA die Reißleine zieht. Letzte Woche beschlossen die obersten Motorsportbosse nach einem Online-Meeting mit Vertretern der Rennställe, 2017 den Elektro-Anteil der Motoren deutlich zu reduzieren. Zudem sucht man Zwischenlösungen, um schon in der laufenden Saison die Rennen wieder interessanter und sicherer zumachen. In den ersten Rennen wurden mit der Aufladung beschäftigte langsame Autos zum gefährlichen Auffahr-Hindernis für schnelle Boliden. Zuletzt in Miami wurde es schon besser, für den Kanada-GP soll weiter nachjustiert werden.

Zudem wird, wie oe24 berichtete, hinter den Kulissen bereits am Reglement für den nächsten Regelzyklus (spätestens ab 2031) gebastelt. Dabei steht sogar eine völlige Rückkehr zu den legendären V8-Motoren zur Diskussion. Selbst wenn beschlossen wird, schon vor 2031 zu den guten alten Verbrennern zurückzugehen, dürfte das für Rekordweltmeister Lewis Hamilton zu spät kommen.

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