4. Etappe

Giro: UAE-Sprinter "rächt" Sturzopfer

12.05.2026

Nach drei Etappen in Bulgarien ist der Giro d'Italia in Italien angekommen.

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Auf der 138 km kurzen 4. Etappe mit Ziel in Kalabrien mit Ziel in Cosenza setzte sich am Dienstag Jhonatan Narvaez aus Ecuador im brutalen Bergauf-Sprint durch. Der UAE-Profi siegte nach 3:08:46 Stunden vor dem Venezolaner Orluis Aular (Movistar) und Giulio Ciccone (ITA/Lidl-Trek). Ciccone übernahm das Rosa Trikot nach der ersten Italien-Etappe dieser Rundfahrt 4 Sekunden vor dem Schweizer Jan Christen (UAE). Topfavorit Jonas Vingegaard (Visma) liegt auf Gesamtrang elf (+10 Sek.), zeitgleich mit dem Osttiroler Felix Gall, der am Dienstag als 34. ins Ziel kam.

Für Narvaez war der Etappensieg etwas wie eine "Rache" - auf der 2. Etappe hatten seine Teamkollegen Adam Yates (Gehirnerschütterung), Marc Soler (Beckenbruch) und Jay Vine (Ellbogenfraktur) nach einem Massensturz verletzt aufgeben müssen.  "Es ist ein großer Sieg für mich nach drei Monaten Training", sagte Narvaez, der im Jänner bei der Tour Down Under bei einem Sturz Frakturen an der Brustwirbelsäule erlitten hatte. Nicht zuletzt deshalb dachte er auch an seine Mannschaftskollegen. "Dieser Sieg ist auch für meine Teamkollegen, die auf der zweiten Etappe nach dem Sturz ausgeschieden sind."

Gall fiebert Hammer-Bergetappe entgegen

Nach einem hügeligen 203-km-Teilstück am Mittwoch mit zwei Bergwertungen und einer Sprint-Etappe in Neapel geht‘s am Freitag erstmals richtig zur Sache. Die mit 244 km und Bergankunft in Bauhaus längste Etappe hat sich Felix Gall ganz genau angeschaut. „Das wird die erste große Standortbestimmung im Gesamtklassement“, so der Decathlon-Kapitän, der hofft, dass er von Helfer Gregor Mühlberger sturzfrei in den vorentscheidenden Schlussanstieg gebracht wird.