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Kohl sagte vor SOKO Doping aus

30.03.2009

Jetzt bleibt in der Doping-Affäre kein Stein auf dem anderen. Gestern wurde Radstar Bernhard Kohl (27) von der SOKO Doping einvernommen.

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© TZ ÖSTERREICH/Kernmayer
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Bundeskriminalamt Wien, Josef-Holaubek-Platz 1. Stundenlang wird Bernhard Kohl am Nachmittag von der zehnköpfigen SOKO-Kommission in die Zange genommen. Die Sonderermittler wollen vom gefallenen Radhelden alles wissen. Vor allem aber interessiert die BKA-Beamten sein Verhältnis zu seinem Ex-Manager Stefan Matschiner (34). Nicht nur einmal wird Kohl gefragt, ob er das Blutdopingmittel EPO CERA für die Tour de France 2008 von Matschiner bezogen hat.

Kohls Aussagen
Seit die gesperrte Triathletin Lisa Hütthaler und ihr Ex-Freund Michael Dimmel über die angeblichen Doping-Machenschaften des Oberösterreichers auspackten, steht Matschiner im Mittelpunkt der Ermittlungen. Viele stellen sich in der Sportszene die Frage, weshalb Matschiner, für den die Unschuldsvermutung gilt, noch nicht in U-Haft genommen wurde.

Durchaus möglich, dass Kohls gestrige Aussagen endgültig dazu führten. Bis zum Wochenende weilte Matschiner noch in Florida. ÖSTERREICH-Recherchen ergaben, dass er sich seit gestern in Europa aufhält.

Haftbefehl?
Klicken gleich am Flughafen die Handschellen? Fest steht: Die Staatsanwaltschaft überlegt seit Tagen, wie sie Matschiner in Empfang nehmen soll. Zwei Möglichkeiten gibt es: Entweder soll er mit Polizeieskorte zur Niederschrift ins Bundeskriminalamt gebracht werden, oder es wird ein Haftbefehl ausgestellt.
Für den ehemaligen Mittelstreckenläufer wird die Luft immer dünner. Warum? Auch Lisa Hütthaler, die Matschiner so massiv belastet hatte, soll noch diese Woche von der BKA-Sondereinheit Doping einvernommen werden.

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