Football-Beben

Swarovski-Klub hat "keine Angst vor rechtlichen Schritten"

17.03.2026

Nach den Vorwürfen von ELF-Gründer Zeljko Karajica gegen mehrere Teams seiner Liga, die einen laufenden Vertrag für die kommende Saison haben, beziehen die SWARCO Raiders rund um Präsidentin Elisabeth Swarovski nun Stellung. 

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Football-Fans in Europa durchleben weiterhin turbulente Zeiten. Im Mai sollen mit der EFA (European Football Alliance), der AFLE (American Football League Europe) und der umstrittenen ELF (European League of Football) gleich drei semiprofessionelle Ligen in Europa an den Start gehen. Doch vor allem zwischen der EFA und ELF soll es im Hintergrund noch rechtliche Ungereimtheiten geben (oe24 berichtete).

Mittendrin ist auch der heimische Traditionsverein, die SWARCO Raiders Tirol mit Elisabeth Swarovski als Präsidentin. Nachdem Zeljko Karajica, Gründer der ELF und Ex-Medienmanager, öffentlich behauptet hatte, dass die Innsbrucker, die mittlerweile aufgelösten Madrid Bravos, Nordic Storm und die Munich Ravens laufende Verträge mit seiner Liga haben, will er alles daran setzen, dass diese eingehalten werden. Aus Sicht Karajicas, der mit seiner SEH Sports & Entertainment Holding derzeit ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung laufen hat, sind diese Teams nicht berechtigt, in einer konkurrierenden Liga anzutreten.

Die Raiders hingegen sehen sich im Recht. "Es ist richtig, dass wir ein Jahr länger Vertrag hatten als etwa die Vienna Vikings. Wir haben aber den Vertrag mit der ELF gekündigt", unterstreicht Club-Manager Markus Wieser im Gespräch mit oe24. Seit Oktober 2025 gibt es keinen Kontakt mehr zu Karajica. Auch für die Verwirrung um die Liga-Zugehörigkeit der Raiders gibt es eine Erklärung Wiesers: "Die EFA war zu Beginn nur eine Interessensgemeinschaft, da war noch nicht klar, dass daraus eine Liga entstehen wird."

"Keine Angst"

Die Innsbrucker haben sich der neuen Liga erst angeschlossen, als klar war, dass es in der ELF keinen Ligabetrieb geben wird, hält Wieser weiter fest. Den von Karajica angekündigten rechtlichen Schritten sieht man in Innsbruck gelassen entgegen. "Wir haben keine Angst davor", stellt man bei den Raiders klar.

Auf die Frage, wieso man sich für die EFA entschieden hatte, gibt es eine klare Spitze gegen die AFLE. Wieser: "Wir wollten in keiner Liga mit großen Unterschieden spielen." In der neuen Liga mit sieben Teams, wo man keinen Neuling reinlassen wollte, starten mit Nordic Storm und München allerdings nur zwei Teams, die im letzten Jahr die Play-offs der ELF erreicht hatten.

Sollte Karajica tatsächlich vor Gericht ziehen und Recht bekommen, kann es aber richtig teuer werden. Alleine, dass der ehemalige Medienmanager und Ex-Austria-Klagenfurt-Präsident die Insolvenz in Eigenverwaltung genehmigt bekommen hatte, sollte eine Warnung sein. Zum Glück stehen bei einigen der EFA-Teams aber zahlungskräftige Personen hinter den Vereinen.

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