Aus für Kraus

Ofner stürmt nach Krimi gegen Basilaschwili in Madrid weiter

22.04.2026

Erfolgreicher Start für Sebastian Ofner beim Masters-1000-Turnier in Madrid! Der Steirer setzte sich am Mittwochabend in zwei knallharten Tiebreaks gegen Nikolos Basilaschwili durch. Weniger Glück hatte Sinja Kraus, die trotz Satzführung ausschied.

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Sebastian Ofner beweist auf der roten Asche von Madrid erneut seine Kämpferqualitäten. Wie schon im Vorjahr meisterte der 29-jährige Steirer die erste Hürde beim mit über 8 Millionen Euro dotierten Event. In einer völlig ausgeglichenen Partie gegen den georgischen Qualifikanten Nikolos Basilaschwili setzte sich Österreichs Nummer eins (ATP-83.) mit 7:6(5) und 7:6(0) durch.

Dabei bewies Ofner vor allem in den entscheidenden Momenten Nervenstärke aus Stahl. Im ersten Satz egalisierte er ein frühes Break umgehend und dominierte das Tiebreak nach einer schnellen 5:0-Führung. "Es war im Großen und Ganzen ein gutes Match, ich habe wenig zugelassen. Vor allem im Kopf war es eine gute Leistung", analysierte der Steirer nach seinem Arbeitssieg, der von lautstarken "Ofi"-Sprechchören der Fans begleitet wurde.

Kraus scheitert nach furosem Start

Für Sinja Kraus endete die Madrid-Reise hingegen schmerzhaft. Die Österreicherin, die mit einer Bandage am rechten Oberschenkel antrat, lieferte der ehemaligen Weltranglistenersten Karolina Pliskova einen heroischen Kampf. Nach einem fulminanten 6:2 im ersten Satz riss jedoch der Faden. Kraus vergab zu Beginn des zweiten Durchgangs sieben Breakchancen zum möglichen 2:0 – ein Wendepunkt, den die erfahrene Tschechin eiskalt ausnutzte.

Trotz eines couragierten Comeback-Versuchs im dritten Satz, in dem sich Kraus von einem Rückstand noch auf 4:5 herankämpfte, behielt Pliskova am Ende mit 2:6, 6:1 und 6:4 die Oberhand. Damit bleibt Ofner der letzte rot-weiß-rote Vertreter im Einzel-Bewerb der spanischen Hauptstadt.

Harter Brocken in Runde zwei

Auf Ofner wartet nun eine echte Reifeprüfung. In der zweiten Runde trifft er auf den als Nummer 25 gesetzten Argentinier Tomas Martin Etcheverry. Der 26-jährige Sandplatz-Spezialist steht aktuell auf Rang 29 der Welt und geht als klarer Favorit in das Duell. Dennoch gibt sich Ofner kämpferisch: "Es wird ein zaches Match, aber es ist sicherlich alles drinnen." Das bisher einzige Aufeinandertreffen der beiden konnte der Österreicher 2023 in Bastad für sich entscheiden.