Österreichs Tennis-Damen sorgen in Madrid für Furore. Julia Grabher wirft Lokalmatadorin Paula Badosa aus dem Turnier, während Sinja Kraus nach einem Krimi den Einzug ins Hauptfeld fixiert.
Julia Grabher (29) hat beim WTA1000-Turnier in Madrid für eine echte Überraschung gesorgt. Die Vorarlbergerin besiegte am Dienstag die ehemalige Weltranglistenzweite Paula Badosa mit 6:7(3), 6:4 und 0:6. Grabher trifft in der nächsten Runde am Donnerstag auf die als Nummer 24 gesetzte Kanadierin Leylah Fernandez.
Sieg im Hexenkessel von Madrid
Das Match gegen die Spanierin war geprägt von schwachen Aufschlagleistungen auf beiden Seiten. Grabher nutzte neun ihrer insgesamt 16 Breakchancen, während Badosa ihr siebenmal das Service abnahm. Nach 2:32 Stunden machte die fokussierte Vorarlbergerin im dritten Satz mit einem glatten 6:0 den Sack zu und stellte im direkten Duell auf 1:1.
Ich bin wirklich glücklich sagte Grabher direkt nach dem Spiel auf dem Court. Sie erklärte, dass ihr die Bedingungen in der Meereshöhe von Madrid mit dem hohen Ball-Absprung sehr entgegenkommen. Trotz des Sieges muss die aus den Top 100 gefallene Grabher auch gegen Fernandez gewinnen, um ihr zweistelliges Ranking abzusichern.
Sinja Kraus fixiert Hauptfeld-Einzug
Neben Grabher darf auch Sinja Kraus jubeln. Die Wienerin besiegte in der zweiten Qualifikationsrunde ihre Neo-Landsfrau Anastasia Potapova mit 6:2, 6:7(5) und 6:3. Mit diesem Erfolg nach knapp zwei Stunden Spielzeit sicherte sich Kraus nicht nur den Platz im Hauptfeld, sondern auch ihre Rückkehr in die Top 100 der Weltrangliste.