Märchen geht weiter!

Österreich schlägt Lettland im Eishockey-Krimi mit 3:1

19.05.2026

Österreichs Eishockey-Nationalteam ist bei der Weltmeisterschaft 2026 in Zürich einfach nicht zu stoppen. Die Mannschaft von Teamchef Roger Bader besiegte am Dienstagabend auch Lettland verdient mit 3:1.


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Die ÖEHV-Auswahl legte im dritten Gruppenspiel in Zürich einen absoluten Traumstart in das zweite Drittel hin. Nach einem komplett torlosen ersten Abschnitt, in dem Paul Huber nach feiner Vorlage von Vinzenz Rohrer (8.) nur die Stange traf, belohnten sich die Österreicher für ihren aggressiven Forecheck. Tim Harnisch (28.) nützte einen schweren lettischen Scheibenverlust in der eigenen Zone eiskalt aus und schoss den Puck zwischen die Beine von Lettland-Goalie Kristers Gudlevskis zur hochverdienten 1:0-Führung. Die Letten, die vor dem Spiel als Favorit eingestuft wurden, bissen sich in der Folge immer wieder die Zähne am überragenden österreichischen Schlussmann Atte Tolvanen aus, der die knappe Führung mit sensationellen Paraden in die zweite Drittelpause rettete.

Schock und prompte Powerplay-Antwort

Das Schlussdrittel begann mit einer kalten Dusche für die Österreicher. Rudolf Balcers (41.) überraschte Tolvanen mit einem extrem schnellen Handgelenkschuss durch die Beine von Benjamin Nissner zum 1:1-Ausgleich. Wenig später folgte der nächste Schock für das ÖEHV-Team: Führungsspieler Dominic Zwerger (44.) musste nach einem brutalen Check eines Letten verletzt in die Kabine transportiert werden, woraufhin Teamchef Roger Bader reagieren musste und den erst 18-jährigen Leon Kolarik in die erste Linie beförderte. Die Österreicher zeigten sich von der Härte jedoch völlig unbeeindruckt und schlugen im fälligen Überzahlspiel eiskalt zurück. Nach perfekter Vorlage von Vinzenz Rohrer und Peter Schneider drückte Benjamin Nissner (45.) die Scheibe im Powerplay zum 2:1 über die Linie, ein Treffer, der von den Schiedsrichtern nach einem Videobeweis auch offiziell gegeben wurde.

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Rohrer macht den Sack endgültig zu

In der absoluten Schlussphase warfen die Letten alles nach vorne und nahmen exakt 60 Sekunden vor dem Ende Goalie Kristers Gudlevskis für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Österreich überstand die brenzlige Phase und das darauffolgende lettische Timeout dank Atte Tolvanen, der am Ende des Spiels bei sagenhaften 25 Paraden stand, absolut unbeschadet. Den Schlusspunkt setzte schließlich der überragende Vinzenz Rohrer (60.), der seine großartige Leistung mit einem Empty-Net-Treffer zum 3:1-Endstand krönte. Damit verbuchte das ÖEHV-Team nach den Erfolgen gegen Großbritannien und Ungarn den sensationellen dritten Sieg im dritten Turnierspiel und steht vor dem Einzug in das Viertelfinale.