Porträt

Hirscher: Jungstar ohne Starallüren

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Jungstar mit 23 schon ganz oben und doch immer am Boden geblieben.
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Vor einem Jahr kurierte Marcel Hirscher seinen Anfang Februar im Hinterstoder-Riesentorlauf zugezogenen Kahnbeinbruch im linken Fuß aus. Am Samstag jubelte der 23-Jährige Salzburger Skirennläufer nach seinem Riesentorlauf-Sieg in Schladming über den Gewinn der ersten kleinen Kristallkugel seiner Karriere, die am Sonntag mit dem praktisch sicheren Triumph in der Gesamtwertung ihre Krönung erfahren wird. Der Technikspezialist konzentrierte sich in der Saison 2011/2012 auf seine Stärken, für die Zukunft sind aber auch die schnellen Disziplinen ein Thema.

Vorbild Benni Raich
In Kranjska Gora hat der Absolvent der Hotelfachschule Bad Hofgastein vor vier Jahren als Slalom-Dritter seinen ersten Stockerlplatz errungen. Großes Risiko hatte er auf die Piste gelegt und nachher erklärt, dass er sich das von Benjamin Raich abgeschaut habe. "In jungen Jahren war er Vorbild, was die Risikobereitschaft betrifft. Und auch wenn er öfters mal ausgefallen ist, er ist seiner Einstellung treugeblieben", erzählte Hirscher damals. Der Annaberger aus dem Lammertal hat seine Linie bisher ebenfalls konsequent verfolgt. Doch zweimal versuchte er sich in diesem Winter abseits seiner Disziplinen im Super-G, mit Rang drei am Donnerstag in Schladming überraschte er sich selbst und die gesamte Skiwelt.