Slalom in Wengen
ÖSV-Asse enttäuschen auch im Wengen-Slalom
18.01.2026Unsere Technikspezialisten bleiben auch im 7. Slalom der Olympia-Saison ohne Podest. Den Klassiker in Wengen gewann Vorjahrssieger Atle Lie McGrath (NOR) vor dem Neo-Brasilianer Lucas Pinheiro Braathen (+0,47) und Norwegen-Landsmann Henrik Kristoffersen (+0,81), der zum 100. Mal am Podest stand.
Bester Österreicher im letzten Rennen vor dem heimischen Saison-Highlight in Kitzbühel war Michael Matt als Ex-aequo-Siebenter mit Filip Zubcic (CRO/jew. +2,09). "Es schleudert alle bei uns ein wenig", bilanzierte Matt "halbwegs zufrieden", ärgerte sich aber über die zwei Hundertstel, die ihm auf den Schweizer Sensationsmann Matthias Iten (von Halbzeit-Platz 23 auf 6) gefehlt hatten. "Aber langsam finde ich das Gefühl wieder. Wenn ich das wieder habe, kann ich auch wieder ganz vorne mitfahren."
Feller rauschte wütend ab
Wengen-2024-Sieger Manuel Feller verpasste als 11. (+2,65) die Top 10 und verließ wutentbrannt den Zielraum. Auf der bei Plusgraden nachlassenden Piste hatte Feller bereits im 1. Durchgang auf dem von seinem Trainer Martin Kroisleitner gesetzten Kurs mit einem Fehler viel Zeit liegenlassen. Im Finale suchte er das Risiko, rutschte aber am wegfallenden Hang am Skischuh aus und konnte einen Ausfall nur mit einer artistischen Einlage vermeiden. Eine Topplatzierung war damit aber außer Reichweite.
Auch Adrian Pertl (14.) hatte sich mehr erwartet.
Anders Joshua Sturm: Der 24-jährige Pitztaler nützte seine niedrige Startnummer 3 im Finale zu einer kontrollierten Fahrt und einem Vorstoß um zwölf Plätze. "Für ganz vorne mache ich hie und da zu viele Fehler. Aber grundsätzlich passt es ganz gut." Platz 16 ist sein bestes Slalom-Ergebnis.
Johannes Strolz wurde mit der ebenfalls günstigen 6 nach einem Steher durchgereicht (28.).
Vor Olympia bleiben unseren Slalom-Assen noch die Klassiker in Kitzbühel (25.1.) und Schladming (28.1.).
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Nach Kitzbühel-Slalom muss Olympia-Team stehen
Hoffnungen auf ein Ticket für die Medaillenjagd in Italien machen sich auch noch Adrian Pertl (14. in Wengen).
Doppel-Olympiasieger Johannes Strolz, 26. nach dem 1. Lauf, wollte im 2. Durchgang zur Aufholjagd starten, leistete sich aber einen schweren Patzer und muss um die Olympia-Teilnahme zittern.
Die nächste Chance es besser zu machen, haben unsere Slalom-Asse nächsten Sonntag in Kitzbühel - danach muss unser Olympia-Aufgebot stehen!