ÖSV-Doppelsieg
Mega-Triumph: Hirscher siegt vor Feller
Mega-Triumph für den ÖSV! Marcel Hirscher und Manuel Feller haben am Sonntag die WM in St. Moritz mit einem Doppelerfolg für den Österreichischen Skiverband (ÖSV) ausklingen lassen. Hirscher gewann Slalom-Gold vor dem 24-jährigen Tiroler, für ihn handelt es sich um den größten Erfolg in seiner Karriere. Bronze ging an Felix Neureuther, der im letzten Bewerb der Titelkämpfe die einzige Medaille für Deutschland einheimste.
Hirscher hatte in St. Moritz am Freitag schon Gold im Riesentorlauf geholt, in der Alpinen Kombination den Titel um eine Hundertstelsekunde verpasst und Silber gewonnen. "Dass sich das heute alles ausgeht, Doppelweltmeister, Vize-Weltmeister mit einer Hundertstel Rückstand, alles in allem eine ziemlich peinliche Vorstellung", witzelte Hirscher im ORF-Interview. "Jetzt fahre ich einmal heim und werde es krachen lassen", kündigte er an. Hirscher: "Ich spüre Erleichterung, es ist ein unvorstellbarer Tag. Es ist nicht vergleichbar mit Schladming (Anm. Slalom-WM-Gold 2013). Sportlich ist es sehr hoch zu bewerten, emotional hält es sich irgendwie im Vergleich zu Schladming, wo es für mich ein kompletter Ausnahmezustand war, in Grenzen."
+++Hirscher ist der WM-König+++
Der Salzburger hat nun insgesamt neun WM-Medaillen auf der Habenseite stehen, sechs davon glänzen in Gold. Slalom-Weltmeister war er bereits 2013 in Schladming. Der Annaberger ist der erste Mann seit Alberto Tomba 1996 in der Sierra Nevada (ESP), der bei Weltmeisterschaften sowohl den Riesentorlauf als auch den Slalom gewann. 1989 in Vail war Rudi Nierlich das "Technik-Double" gelungen.
Feller bezeichnete die Medaille als "unglaublich". Am Vortag hatte er noch über Kreuzschmerzen geklagt. "Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, dass ich heute fahren kann", meinte er. Feller war in dieser Saison im Slalom fünfmal nicht ins Ziel gekommen und hatte sich erst beim Nachtslalom in Schladming als Sechster für die Titelkämpfe qualifiziert. Feller: "Ich habe noch gestern fast weinen müssen, weil es mir ins Kreuz eingeschossen ist. Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, dass ich heute fahren kann. Ich bin am Start gestanden und habe gewusst, Vierter will ich nicht werden, da gibt es nur ein Motto, volle Attacke, umso schöner, dass es aufgegangen ist."