Facebook-Aufregung

Hirscher: "Möchte jedes Rennen fahren"

07.02.2013

Superstar wundert sich über Aufregung nach Facebook-Eintrag.

Zur Vollversion des Artikels
© GEPA
Zur Vollversion des Artikels

Ein wehmütig klingender Facebook-Eintrag von Österreichs Ski-Superstar Marcel Hirscher nach dem WM-Super-G am Mittwoch hat Diskussionen nach sich gezogen, die den Salzburger überrascht haben. "Ich bin Racer und würde am liebsten jedes Rennen fahren, vor allem wenn der Kurs so anspruchsvoll ist wie dieser. Ich habe nicht damit gerechnet, dass in mein Posting so viel hinein interpretiert wird“, teilte der Salzburger am Donnerstag via Medienaussendung mit.

Versteckte Forderung nach Startplatz?
"Gratuliere Ted!!! Diesen Lauf wäre ich auch gerne gefahren...", schrieb Hirscher nach dem Triumph des Riesentorlauf-Spezialisten Ted Ligety aus den USA. Von zahlreichen Medien wurde dies sogleich als verspätete Forderung nach einem Startplatz gedeutet.

Dass Trainer-Papa Ferdinand Hirscher sagte, "Natürlich wollte er fahren, aber die Trainer haben sich dagegen entschieden“, sorgte nicht für Beruhigung der Gemüter. Zumal Hirscher beim Weltcup-Finale im März 2012 auf dieser Piste sensationell Rang drei belegt hatte.



Fokus auf technischen Disziplinen
"Wir haben das Thema mit Marcel zu Saisonbeginn natürlich besprochen. Sein Fokus wurde aber ganz deutlich auf die technischen Disziplinen gelegt", meinte ÖSV-Herren-Cheftrainer Mathias Berthold. Seit seinem Start im Weltcup-Super-G in Beaver Creek am 1. Dezember 2012 (Rang 32) hatte Hirscher nur noch einen Tag Speed-Training absolviert. Schon in den USA hatten Hirschers Super-G-Ambitionen für reichlich Gesprächsstoff gesorgt.

"Dieser Super-G in Schladming wäre Marcel natürlich ganz gut gelegen, wenn er das Super-G-Thema mehr verfolgt hätte. Der Fokus war aber auf Slalom und Riesentorlauf gerichtet, da gab es auch viele Materialtests zu absolvieren. Man darf ja nicht vergessen, dass Ligety die gesamte Super-G-Saison gefahren ist und zweimal Vierter war. Das ist ja etwas ganz anderes", merkte Berthold an.

Hirscher lobt Teamkollegen
"Hannes, Matthias, Romed und Georg – alle vier ÖSV-Starter - haben sehr gute Leistungen erbracht. Ich glaube, Hannes hätte mit nur einem Fehler weniger eine Medaille um den Hals – die er sich am Samstag holen wird! Und Matthias ist ebenfalls am Podest nur knapp vorbeigeschrammt", sagte Hirscher über seine Teamkollegen Reichelt (4.), Mayer (5.), Baumann (8.) und Streitberger (10.). "Ich versteh die Enttäuschung, dass Österreich noch keine Medaille hat. Doch die Platzierungen 4, 5, 8, und 10 sind eine tolle Teamleistung... Also meine Teamkollegen haben Top-Leistungen erbracht.“

3 Starts in Schladming
Einem möglichen Start in der Super-Kombination hat Hirscher bereits am Mittwochabend eine Absage erteilt, stattdessen wird er weiter Riesentorlauf trainieren, am Donnerstag war er in Hinterreit bei der Arbeit. "Ich bin nominiert für Teambewerb, Riesentorlauf und Slalom. Diesen drei Einsätzen gilt meine volle Konzentration und Vorbereitung. Vier Tage für die Super-Kombi sind da aufgrund der derzeitigen schwierigen Trainingsbedingungen nicht drinnen“, teilte der 23-Jährige mit.
Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel