Ski-Cross
Staatsanwalt ermittelt nach Todessturz
Ski-Welt trauert um Kanadier Nick Zoricic - Suche nach Gründen für Sturz.
Die Ski-Cross-Familie steht nach dem tödlichen Unfall des Kanadiers Nick Zoricic in Grindelwald unter Schock. Zoricic hatte am Samstag im vierten Achtelfinallauf eine finale Attacke beim Zielsprung gestartet, war dabei aber zu weit nach rechts gekommen. Die Strecke war gegenüber dem Vortag deutlich schneller geworden, die Sprünge gingen daher extrem weit.
Zoricic prallte nach der Landung ungebremst in einen Fangzaun, überschlug sich mehrmals und blieb anschließend regungslos liegen. Nach Wiederbelebungsversuchen an der Piste und dem Hubschrauber-Transport ins Krankenhaus Interlaken wurde Zoricic wegen eines schweren Neurotraumas um 12.35 Uhr für tot erklärt.
Die Veranstalter sagten danach alle restlichen Bewerbe ab. Die Staatsanwaltschaft hat wie bei solchen Vorfällen üblich Ermittlungen eingeleitet. Es gilt zu klären, ob es sich um einen reinen Fahrfehler gehandelt hat oder ob auch organisatorische Mängel vorgelegen sind. Für FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis war das "eine ganz normale Prozedur". Auf dem Prüfstand steht aber wohl die gesamte Sportart an sich.