Skispringen

Schock: Domen Prevc als Lahti-Sieger disqualifiziert

06.03.2026

Skispringer Domen Prevc hat seinen nächsten Erfolg zwar verpasst, hat sich aber dennoch vorzeitig zum Gesamtweltcupsieger gekürt.

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Am Freitag wurde der Slowene als Sieger des ersten Lahti-Bewerbs disqualifiziert, die Skilänge war um einen Zentimeter zu lang. Die große Kristallkugel war ihm dennoch sicher. Der deutsche Normalschanzen-Olympiasieger Philipp Raimund kam zu seinem ersten Weltcupsieg. Der Kärntner Daniel Tschofenig wurde 0,7 Pkt. zurück Zweiter. 

Prevc und das slowenische Team hatten bei einem Vorsprung von 9,5 Punkten auf Raimund bereits gejubelt, sein 129-m-Sprung hatte letztlich aber keinen Wert. Feiern konnte der 26-Jährige danach dennoch, da Verfolger Ryoyu Kobayashi nur Sechster wurde. Prevc sicherte sich damit innerhalb von 363 Tagen den WM-Titel, die Vierschanzentournee, die Skiflug-WM, Olympia-Gold und nun die große Kristallkugel. Das schaffte bisher nur der Finne Matti Nykänen Anfang der 1980er-Jahre.

Tschofenig mit erstem Podestplatz seit Mitte Jänner

Tschofenig verpasste bei 124,5 m den Sieg letztlich wegen weniger Windkompensationspunkte als Raimund, durfte aber ob jüngster Ergebnisse zufrieden sein. Seinen davor letzten Podestplatz hatte der 23-Jährige am 18. Jänner als Sapporo-Dritter errungen. Diesmal Dritter und erstmals auf einem Weltcup-Podest stand der Bulgare Wladimir Zografski.

Tschofenig bezeichnete seinen Sprung als "sehr in Ordnung. Eine sehr solide Arbeit. Die Bedingungen waren nicht so easy, es war ein guter Job. Ich freue mich über das Podium." Es sei ein ungewöhnlicher Tag gewesen, da es auch keine Qualifikation und davor nur in der Früh ein Training gegeben hatte. 66 Athleten gingen über den Bakken. Mit Maximilian Ortner als Siebentem gelangte ein weiterer ÖSV-Athlet in die Top Ten: "Ein cooler Sprung, ich möchte in diesem Prozess jetzt drinnenbleiben."

Hörl, Kraft, Fettner und Embacher zurück

Jonas Schuster wurde 15., die Superteam-Olympiasieger Jan Hörl und Stephan Embacher 19. bzw. 27. Dazwischen klassierten sich der weiter nicht in Fahrt kommende Stefan Kraft als 21. und Manuel Fettner in einem seiner letzten Bewerbe als 22. Embacher war direkt aus Lillehammer angereist, wo er am Vortag im Einzelbewerb von der Normalschanze zu seinem siebenten Junioren-WM-Titel gesprungen war. Das zweite Lahti-Springen mit Prevc' zweiter Kugel-Chance ist für Samstag (14.30 Uhr) angesetzt.