Wildtierschutz im Winter – Tipps, wie wir helfen können

23.02.2026

Der Winter stellt viele Wildtiere vor große Herausforderungen: Nahrung wird knapp, Temperaturen sinken, und Energiereserven sind schnell verbraucht. Mit einigen einfachen Maßnahmen kann jeder dazu beitragen, dass heimische Tiere gut durch die kalte Jahreszeit kommen. 

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1. Rückzugsorte schützen

Viele Tiere – Igel, Insekten, Vögel, Reptilien – sind auf natürliche Verstecke angewiesen. Darauf achten:
- Laub- und Holzhaufen nicht entfernen oder umschichten.
- Hecken und Sträucher im Winter nicht schneiden.
- Gartenbereiche ruhigstellen, damit Tiere ungestört bleiben.

2. Natürliche Nahrung anbieten

Nur wenn natürliche Quellen knapp sind, kann menschliche Unterstützung sinnvoll sein.Was hilft:
- beerentragende Sträucher wie Eberesche, Liguster oder Hagebutte stehen lassen.
- Fallobst im Garten liegen lassen – wichtige Nahrung für Vögel und Kleintiere.
- Keine gesalzenen, gewürzten oder verarbeiteten Lebensmittel auswildern.

3. Sinnvolle Winterfütterung für Vögel

Füttern ist nicht zwingend notwendig, aber es kann helfen – vorausgesetzt, es passiert richtig.Tipps:
- Futterstellen regelmäßig reinigen, um Krankheiten zu vermeiden.
- Artgerechtes Futter verwenden:
- Körnerfresser: Sonnenblumenkerne, Hanf, Hirse
- Weichfresser: Rosinen, Haferflocken, ungesalzene Nüsse
- Keine Speisereste oder Brot anbieten.

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 22.02.2026, hier in voller Länge sehen. Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 01.03. 2026, 18:30 Uhr. 

4. Vorsicht im Straßenverkehr

Im Winter laufen viele Tiere vermehrt über Straßen – auf der Suche nach Nahrung. Wichtig:
- Besonders in der Dämmerung und nachts Geschwindigkeit anpassen.
- Wildwechsel-Schilder ernst nehmen.
- Bei Wildunfällen: Polizei verständigen, Tier nie alleine liegenlassen.

5. Zugang zu Wasser sicherstellen

Wasserstellen frieren oft zu – für Tiere ein echtes Problem. Einfach helfen:
- Flache Wasserschalen bereitstellen und täglich erneuern.
- Lauwarmes Wasser verwenden, aber kein Salz oder Zucker hinzufügen.

6. Wildtiere nicht stören

Auch gut gemeinte Hilfe kann schaden. Grundregeln:
- Keine Tiere im Winterschlaf oder in Winterruhe aufwecken.
- Tiere nicht anfassen, wenn es nicht absolut notwendig ist.
- Hunde im Wald anleinen.

7. Garten winterfreundlich gestalten

Ein naturnaher Garten ist der beste Tierschutz. Tipps:
- Einige Bereiche unaufgeräumt lassen.
- Stauden erst im Frühjahr schneiden – darin überwintern viele Insekten.
- Totholz liegen lassen.