„Engel mit Eisaugen“

Amanda frei: Nun ist sie Millionärin

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Staatsanwaltschaft geht in Berufung.
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Der Flughafen „Leonardo da Vinci“ in Rom, Dienstagmittag: Umringt von Securitys, Anwälten und ihrer Familie fährt Amanda Knox (24) die Rolltreppen hinunter zum Gate. Sie lacht, strahlt und ist erleichtert, die bitteren Tränen der Verzweiflung sind längst Vergangenheit. Knox steht vor dem Rückflug in ihre Heimat Seattle – es ist der Flug in die Freiheit, in ihr neues Leben.

Im Gericht Freuden-Tränen, draußen erboste Italiener
Rückblende: Montagabend, 21.51 Uhr, im Gericht von Perugia. Die wegen Mordes angeklagte Knox senkt ihr Gesicht, bricht in Tränen aus. Weinen vor Freude. Richter Claudio Pratillo Hellmann hat sie freigesprochen. Jubel. Amandas Familie umarmt die Verteidiger. Aber: „Schande“ skandieren einige vor dem Gebäude. Zwei Stunden später geht es kurz ins Gefängnis Capanne nahe Perugia, letzte Sachen holen, verabschieden. Vier Jahre saß sie dort ein. Vor Mitternacht folgt die Fahrt mit dem schwarzen Mercedes in ein Landhaus nahe der Stadt, dort verbringt die Familie die Nacht. Sie wirkt gezeichnet vom anstrengenden Tag.

US-Medien reißen sich um das 1. Interview mit Knox
TV-Stationen und Zeitungen reißen sich um das erste Interview – sie könnte allein dafür 10 Millionen Dollar kassieren. Während ihrer Zeit im Gefängnis schrieb Amanda Tagebuch. Ihre Version der Ereignisse von Perugia: Ein potenzieller Welt-Bestseller. Ein Plot, der prädestiniert ist für Hollywood. Schon der erste Film, in dem Hayden Panettiere die Hauptrolle spielte, erregte die Massen und wurde nur in einer gekürzten Version im TV gezeigt – er bekommt jetzt ein Update. Auch ein Kino- Film ist wahrscheinlich.

All das wird der 24-Jährigen ein Leben ohne Sorgen bringen. Und den Eltern des Opfers schlaflose Nächte bescheren.