Oreschnik-Angriffe
„Angst ist berechtigt“: Experte warnt vor Putin-Rakete
26.05.2026Russland hat erneut die gefürchtete Oreschnik-Rakete eingesetzt, bereits zum dritten Mal binnen kurzer Zeit. Militäranalyst Markus Reisner sieht darin nicht nur eine Eskalation im Krieg gegen die Ukraine, sondern auch eine klare Botschaft an Europa.
Die sogenannte Oreschnik gilt als eine der modernsten Waffen im russischen Arsenal. Laut Oberst Markus Reisner erreicht die Hyperschallrakete extreme Geschwindigkeiten von bis zu 12.000 km/h und kann Ziele in mehreren tausend Kilometern Entfernung treffen.
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Im Ö1-„Morgenjournal“ erklärte Reisner, dass Russland diese Waffe vor allem dann einsetze, wenn sich die Lage zuspitzt. „Wir sehen, dass an der Front eine Patt-Situation besteht“, sagte der Militärexperte. Reisner geht davon aus, dass die Angriffe auf Kiew in nächster Zeit noch heftiger werden könnten. Hintergrund sei auch der zunehmende Erfolg ukrainischer Drohnenangriffe tief im russischen Hinterland. Dadurch gerät Moskau zunehmend unter Druck. „Damit ist durchaus erwartbar, dass es weiter zu einer Eskalation führen könnte“, so Reisner.
„Angst ist berechtigt“
Besonders in Europa wächst die Sorge vor der Rakete. Laut Reisner sei diese Angst nachvollziehbar. „Die Angst in Europa vor der Oreschnik ist berechtigt“, betonte er. Zugleich verwies der Oberst auf militärische Unterschiede innerhalb Europas. Deutschland sei derzeit das einzige Land, das sich gegen solche Raketen zumindest teilweise verteidigen könne. Russland sendet damit auch ein Signal an den Westen und demonstriert technologische Überlegenheit.
Drohnen verändern den Krieg
Reisner sieht die aktuelle Situation auch als Folge moderner Kriegsführung. Drohnen, Robotersysteme und Überwachungstechnologien würden dafür sorgen, dass sich beide Seiten nahezu permanent beobachten können.
Das Ergebnis sei ein „gläsernes Gefechtsfeld“, in dem Bewegungen rasch erkannt werden und Luftangriffe zunehmend an Bedeutung gewinnen.