Neues Gerät zur

Diese künstliche Intelligenz kann den Tod vorhersagen

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Unglaublich aber wahr: Ein neues Gerät der TU Hamburg soll die Medizin revolutionieren.
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Man kennt die Idee aus den Star-Trek-Folgen der Achtziger: Ein kleines Gerät scannt die Vitalfunktionen eines Patienten und kann eine Krankheitsdiagnose abgeben, ohne den Betroffenen zu berühren. Die Macher der Science-Fiction-Serie zeigen ein solches Szenario erst im Jahr 2371, dank Forschern der TU Hamburg könnte es aber bereits 350 Jahre früher Realität werden: Die Universität forscht an einem Gerät, das zum Beispiel Herzinfarkte erkennen kann.

Kontaktlose Diagnose

Das System ist kleiner als ein Handy, im Notfall aber nützlicher: Eine im Gerät eingebaute künstliche Intelligenz misst durch elektromagnetische Schwingungen Atmung und Herzschlag, und interpretiert diese Daten. Ohne den Patienten je berührt zu haben, kann es so Veränderungen in den Herztönen frühzeitig erkennen. Laut einem der forschenden Professoren, Alexander Kölpin, könne das System Abweichungen in der Herzaktivität bereits vier Tage vor dem Tod eines Menschen feststellen. Der „Mini-Doc“ kann also in einigen Fällen tatsächlich den Tod vorhersehen.

Vielfache Einsatzmöglichkeiten

In Kliniken und Arztpraxen könnte das Gerät die Ärzte bei der Diagnose unterstützen – die Möglichkeit der kontaktlosen Untersuchung wäre besonders in Pandemiezeiten ein Lichtblick für die Mitarbeiter*innen von überfüllten Krankenhäusern. Darüber hinaus könnte man mit dem „Mini-Doc“ Menschen direkt von zuhause überwachen. Dies wäre nicht nur bei Personen mit Herzinfarktrisiko interessant, sondern auch für Patienten in entlegenen Regionen, die von der nächsten Arztpraxis weit entfernt wohnen.

Professor Kölpin hält eine weitere Anwendung für möglich: Das Gerät soll Veränderungen bei Neugeborenen feststellen können, die auf einen baldigen epileptischen Anfall hinweisen – eine der Hauptursachen für plötzlichen Kindstod. Der „Mini-Doc“ könnte Unregelmäßigkeiten bereits einige Minuten vor dem tatsächlichen Anfall feststellen. Diese Minuten können für das Überleben des Kindes entscheidend sein.

Baldige Zulassung?

Alles noch Zukunftsmusik? Keineswegs! Die künstliche Intelligenz des Sensors lernt jeden Tag dazu. Schon jetzt wird das Gerät in klinischen Studien getestet. Bis zur Zulassung wird es wahrscheinlich noch bis zu fünf Jahre dauern, aber keinesfalls wie in „Star Trek“ bis zu Jahr 2371.