Nach China-Aussage

Eklat in Putin-Propaganda-Sendung: Blogger fliegt aus Studio

03.03.2026

In der Sendung von Kreml-Propagandist Wladimir Solowjow kam es zum Eklat: Ein Militärblogger lobte die Ukraine und warnte vor einem Krieg mit China – bis er aus dem Studio flog.

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© Russian Media Monitor (Archivbild)
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Russland. Der russische Militärblogger Kirill Fedorov sorgte live im Staatsfernsehen für erstaunte Gesichter. In der berüchtigten Talkshow von Wladimir Solowjow wich er massiv von der offiziellen Linie ab. Während Solowjow sonst eher mit Drohungen gegen den Westen auffällt, lobte Fedorov überraschend die technischen Fähigkeiten der ukrainischen Armee. Besonders bei Drohnenoperationen seien die Ukrainer laut Fedorov "leider sehr gut".

Fedorov analysierte detailliert die Vorteile der ukrainischen Funkdrohnen und deren hohe Widerstandsfähigkeit gegen elektronische Kampfführung. Er hob hervor, dass die Bildstabilität und die Relaisstationen der Ukrainer deutlich besser entwickelt seien. Auch der Einsatz von Starlink wurde im Studio thematisiert, wobei die Reichweite und Flexibilität des Systems als großer Vorteil für die Ukraine benannt wurden. Solche Töne sind für das russische Staats-TV äußerst ungewöhnlich.

Bruch mit der Kreml-Linie

Zum absoluten Eklat kam es, als Fedorov über technologische Partnerschaften sprach. Er forderte eine Zusammenarbeit mit Ländern, mit denen man nicht in Konflikt geraten werde – und schloss dabei einen zukünftigen Krieg mit China ausdrücklich nicht aus. Diese Aussage steht im krassen Gegensatz zur offiziellen Position Moskaus, die China als strategischen Partner sieht. Der Blogger wurde nach diesen Worten umgehend aus der Sendung entfernt, berichtet "Bild" unter Berufung auf das ukrainische Online-Portal "dialog.ua".