800 Tote im Mittelmeer
Flüchtlingsdrama: Kapitän festgenommen
Die Flüchtlingstragödie vor der Küste Libyens mit hunderten Todesopfern am Sonntag soll von einer Kollision zwischen dem schwer beladenen Migrantenboot und einem portugiesischen Handelsschiff verursacht worden sein, das den Flüchtlingen helfen wollte. Das berichteten Überlebende den Vertretern des UN-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR am Dienstag.
Flüchtling berichtet: "Ich überlebte die Horror-Flucht"
Ein tunesischer Schlepper, der das Flüchtlingsboot steuerte, ist demnach versehentlich gegen das Handelsschiff "King Jacob" geprallt. Dies löste Panik an Bord des überfüllten Flüchtlingsbootes aus, das ins Schwanken geriet und umkippte. Überlebende berichteten, dass sich an Bord des Schiffes circa 800 Personen befanden. Der Kapitän des portugiesischen Schiffes hatte dagegen eine Kollision mit dem Flüchtlingsboot dementiert. Die Aussagen werden jetzt von der Staatsanwaltschaft von Palermo überprüft, die die Ursachen der neuen Flüchtlingstragödie ermittelt.
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