Immer mehr Fälle
Fleischfressende Krankheit: Forscher schlagen Alarm
Buruli-Ulkus ist eine in den Tropen verbreitete infektiöse Erkrankung der Haut und Weichteile. Die Krankheit tritt nun aber auch in Australien immer häufiger auf und sorgt in Down Under für große Verunsicherung. 2019 wurden bereits 299 Fälle registriert.
Zwanzig Operationen
Experte Daniel O’Brien zeigt sich gegenüber der BBC alarmiert: „Die Krankheit zerstört die Haut und kann sogar das Weichteilgewebe angreifen. Sie kann wahrhaftig ganze Gliedmaßen abnagen.“ Je nach Schwere des Geschwürs müssen Dosen von Steroiden verabreicht werden. Ein Patient musste laut O’Bries sogar zwanzig Operationen über sich ergehen lassen müssen.
Obwohl die Krankheit schon 1897 das erste Mal beschrieben wurde, gehört Buruli-Ulkus laut WHO zu den vernachlässigten Tropenkrankheiten, die kaum erforscht sind. Bis jetzt konnte noch nicht restlos geklärt werden, wie die Krankheit übertragen wird. Vermutet wird, dass die Beutelratte als Wirt dient.