USA

ICE-Operation: Jagd auf illegale Einwanderer in US-Staat Maine

21.01.2026

"Catch of the Day" - Bundesstaat beheimatet mehrere Flüchtlingsgemeinschaften, darunter viele Somalier

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In den USA soll die umstrittene Grenzschutz- und Einwanderungsbehörde ICE nun im Bundesstaat Maine eingesetzt werden. Das Heimatschutzministerium teilte am Mittwoch mit, die "Operation Catch of the Day" (dt. "Fang des Tages") habe am Dienstag begonnen und richte sich gegen Straftäter. Insidern zufolge sind in dieser Woche mehr als 100 ICE-Mitarbeiter in den im Nordosten gelegenen Bundesstaat entsandt worden. Ein Ex-Mitarbeiter sagte, der Schwerpunkt liege auf Flüchtlingen.

Maine beheimatet mehrere Flüchtlingsgemeinschaften, darunter viele Somalier, die Präsident Donald Trump in der Vergangenheit scharf kritisiert hatte. Zuletzt hatte der ICE-Einsatz im Bundesstaat Minnesota Kritik und Empörung ausgelöst. Trump hatte in den vergangenen Wochen Tausende ICE-Mitarbeiter in den Großraum Minneapolis entsandt. Das Auftreten der bewaffneten und oft maskierten Einsatzkräfte in militärischer Tarnkleidung hat zu lautstarken Protesten der Bevölkerung geführt. Die Lage hatte sich vor knapp zwei Wochen zugespitzt, als die US-Bürgerin Renee Good in ihrem Auto von einem ICE-Mitarbeiter erschossen wurde.

"Terror- und Einschüchterungstaktiken" 

In Maine hat die demokratische Gouverneurin Janet Mills bereits vergangene Woche erklärt, das aggressive Vorgehen der Trump-Regierung sei nicht willkommen. Carl Sheline, Bürgermeister der Stadt Lewiston, warf der ICE "Terror- und Einschüchterungstaktiken" vor. Lewiston hat einen hohen Anteil somalischer Einwohner.

Eine Sprecherin des Heimatschutzministeriums wies die Kritik zurück und warf Mills vor, die Zusammenarbeit mit den Bundesbehörden zu blockieren. "Wir lassen nicht länger zu, dass kriminelle illegale Ausländer amerikanische Bürger terrorisieren", teilte die Sprecherin mit.

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