Evakuierung im Gange

Brennende Fähre: Alle Österreicher gerettet

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Menschen wurden per Helikopter von Deck geholt.
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Nach dramatischen Stunden auf der abgebrannten "Norman Atlantic" sind die letzten verbliebenen Passagiere aus der Todesgefahr gerettet worden. Zehn Menschen konnten jedoch nur tot aus dem aufgepeitschten Mittelmeer geborgen werden. Der Verbleib von Dutzenden weiteren Personen war noch unklar. Laut Außenministerium sind alle fünf Österreicher an Bord in Sicherheit.

Am Ende der eineinhalbtägigen Rettungsaktion ging Kapitän Argilio Giacomazzi am Montagnachmittag als letzter von Bord, wie die italienische Küstenwache mitteilte. Das Drama begann am frühen Sonntagmorgen, als auf einem Autodeck der Adria-Fähre "Norman Atlantic" ein Feuer ausbrach und sich rasend schnell ausbreitete. Manövrierunfähig trieb das brennende Schiff, auf dem sich auch fünf Österreicher befanden, in Richtung albanischer Küste.

Am Montagabend bestätigte der Sprecher des Außenministeriums, Martin Weiss, dass auch der letzte Österreicher an Bord, der Salzburger Erwin Schrümpf, in Sicherheit sei. Er sei nach Angaben der italienischen Küstenwache mittlerweile an Bord des italienischen Marineschiffs "San Giorgio", so Weiss. Bis zuletzt hatte zu Schrümpf kein Kontakt bestanden.

Staatsanwalt ermittelt
Die Staatsanwaltschaften in Bari und Brindisi leiteten Ermittlungen wegen fahrlässigen Schiffbruchs und fahrlässiger Tötung ein. Die italienische Reederei Visemar gerät unter Druck. Eigentümer Carlo Visentini erklärte, das Schiff habe alle Zertifikate gehabt und sei fahrtüchtig gewesen. Bei einer Inspektion am 19. Dezember waren leichtere Mängel an der "Norman Atlantic" moniert worden.

Ursache für Feuer noch unklar
Über die Ursache des Brandes, der vermutlich im Autodeck ausgebrochen war, wurde weiter spekuliert. Lkw-Fahrer berichteten in griechischen Medien, dass das Fahrzeugdeck überladen gewesen sei. Viele Laster hätten Olivenöl geladen. Ein Funke könne da schnell einen Brand auslösen.