Macht-Plan
Nach Iran: Trump sorgt mit neuen „Übernahme“-Fantasien für Wirbel
02.05.2026Während Donald Trump zuletzt verkündete, die Auseinandersetzung mit dem Iran sei „beendet“, sorgt er schon wieder für Schlagzeilen. Aussagen über mögliche Machtansprüche auf andere Regionen lassen weltweit aufhorchen.
Bei einem exklusiven Dinner in Florida soll Trump laut Teilnehmern erklärt haben, die USA könnten die Kontrolle über Kuba „sehr schnell“ übernehmen, allerdings erst nach Abschluss der aktuellen Entwicklungen rund um den Iran.
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Militär-Szenario sorgt für Wirbel
In seiner Rede zeichnete Trump ein konkretes Bild: Ein US-Flugzeugträger könnte direkt vor der Insel positioniert werden und die Führung in Havanna würde sich daraufhin kampflos beugen. Die Aussagen verbreiteten sich rasch und sorgten international für Irritationen. Vor allem der Zeitpunkt gilt als brisant.
Umfeld spricht von „nicht ernst gemeint“
Kurz nach Bekanntwerden versuchten Berater des Präsidenten, die Aussagen herunterzuspielen. Demnach seien die Worte nicht wörtlich zu nehmen gewesen. Dennoch bleibt die Aufregung groß, auch wegen parallel gesetzter politischer Schritte. Nur wenige Stunden zuvor hatte das Weiße Haus neue Sanktionen gegen Kuba beschlossen. Betroffen sind zentrale Wirtschaftsbereiche wie Energie, Bergbau, Verteidigung und der Finanzsektor. Auch internationale Banken geraten dadurch verstärkt unter Druck.
Massenproteste vor US-Botschaft
In Kuba selbst lösten die Entwicklungen massive Reaktionen aus. Am 1. Mai gingen laut offiziellen Angaben mehr als 500.000 Menschen in Havanna auf die Straße, direkt vor der US-Botschaft. An der Demonstration nahmen auch Präsident Miguel Díaz-Canel und Ex-Staatschef Raúl Castro teil. Die Regierung spricht von gezieltem Druck und bezeichnet die US-Politik als Angriff auf das Land.
Konflikt schwelt seit Monaten
Die Spannungen zwischen Washington und Havanna haben sich bereits seit Längerem verschärft. Immer wieder wurden wirtschaftliche Maßnahmen ausgeweitet, etwa durch Sanktionen oder Drohungen gegenüber Staaten, die mit Kuba kooperieren. Schon zuvor hatte Trump von einer möglichen „Übernahme“ der Insel gesprochen und damit für Kritik gesorgt. Klar ist: Mit den jüngsten Aussagen erreicht der Konflikt eine neue Eskalationsstufe und sorgt weltweit für Unruhe.