Nach nur 7 Minuten
Ruby-Prozess gegen Berlusconi vertagt
Silvio Berlusconi sollte ab heute in Mailand der Prozess gemacht werden. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, mit der damals 17-jährigen Ruby Rubacuori intim verkehrt zu haben. Für die Staatsanwaltschaft ist das Beihilfe zur Prostitution von Minderjährigen. Als Karima el-Mahroug alias Ruby im Poilzeigewahrsam landete, rief Berlusconi persönlich in Mailand an, um ihre Freilassung zu verlangen. Der Staatsanwalt nennt das Amtsmissbrauch.
Prozess nach nur sieben Minuten vertagt
Weder Berlusconi noch Ruby erschienen heute zum Prozessauftakt vor Gericht. Dennoch drängten sich Hunderte Journalisten aus aller Welt in und vor dem Mailänder Justizpalast. Doch der Aufwand war vergeblich: Nach nur sieben Minuten war die Verhandlung wieder zu Ende. Sie wurde auf 31. Mai vertagt. Premier Berlusconi hatte in einem Schreiben ans Gericht nämlich angekündigt, an dem Verfahren teilnehmen zu wollen. Heute sei er aber leider "aus wichtigen dienstlichen Gründen" verhindert. Zuvor hatte der Premier allerdings der Aufnahme der Verhandlung in seiner Abwesenheit zugestimmt.
Juristisches Hickhack um Prozesstermin droht
Nach Berichten der Tageszeitung La Stampa droht nun ein juristisches Tauziehen um die Fortsetzung des Prozesses. Der neue Prozesstermin fällt nämlich auf einen Dienstag, Premier Berlusconi hat aber wissen lassen, nur an Montagen Zeit zu haben, um vor Gericht zu erscheinen. Ein Streit über die begründete oder unbegründete Abwesenheit des Angeklagten scheint vorprogrammiert.
Wütende Bürger und einzelne Fans protestierten vor dem Mailänder Justizpalast
09:49 Uhr: Der Prozess ist vorerst zu Ende
Die Verhandlung wurde auf 31.Mai vertagt.
09:42 Uhr: Prozess hat begonnen
Mit einem Glockenzeichen hat im großen Schwurgerichtssal des Mailänder Justizpalastes soeben der Prozess gegen Silvio Berlusconi begonnen.