Drama in Mailand

Tödlicher Tram-Crash: Fahrer soll Sekunden vor Unglück telefoniert haben

20.03.2026

Nach dem verheerenden Straßenbahn-Unfall in Mailand mit zwei Toten verdichten sich die Hinweise auf einen möglichen Fehler des Fahrers – und der könnte mit seinem Handy zusammenhängen. 

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Der Verdacht richtet sich zunehmend gegen den 61-jährigen Fahrer der Unglücks-Tram. Laut italienischen Medien soll er bis kurz vor dem Crash am Telefon gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung gegen ihn.

Der Fahrer selbst hatte zunächst angegeben, sich unwohl gefühlt zu haben.

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Tram rast in Gebäude

Das Unglück ereignete sich am 27. Februar im Zentrum von Mailand – nur wenige Tage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele. Die Straßenbahn hätte an einer Kreuzung eigentlich geradeaus fahren sollen, bog jedoch plötzlich mit hoher Geschwindigkeit nach links ab, entgleiste und prallte gegen ein Gebäude. Zwei Männer (49 und 59) kamen ums Leben, mehr als 50 Menschen wurden verletzt. Auch der Fahrer musste ins Krankenhaus gebracht werden.

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Telefonat kurz vor Crash

Schon kurz nach dem Unfall wurde über einen möglichen Schwächeanfall spekuliert. Doch nun rückt eine andere Ursache in den Fokus. Mehrere Medien, darunter "Corriere della Sera", berichten, dass der Fahrer noch bis mindestens zwölf Sekunden vor dem Unglück telefoniert habe – möglicherweise sogar länger.

Widersprüche bei Aussagen

Die Anwälte des Fahrers hatten bestätigt, dass ihr Mandant während der Fahrt telefonierte, jedoch betont, das Gespräch sei bereits eineinhalb Minuten vor dem Unfall beendet worden. Die Ermittler kommen nun offenbar zu einem anderen Ergebnis. Klarheit sollen weitere Auswertungen der Verbindungsdaten sowie der Aufzeichnungen der Verkehrsbetriebe bringen.