Krise
Ukraine: Streit um Waffenabzug
Trotz einer neuen diplomatischen Initiative im Ukraine-Konflikt in Paris dauert der Streit über den Abzug schwerer Waffen aus dem Donbass weiter an. Die prorussischen Separatisten begannen nach eigener Darstellung am Dienstag mit dem Abzug ihrer Militärtechnik von der Front in den Regionen Donezk und Luhansk (Lugansk). Die Führung in Kiew bezeichnete dies als "leere Worte" der Aufständischen.
Kiew lehnte den Rückzug der eigenen Geschütze zunächst ab. "Zuerst muss wenigstens für 24 Stunden eine vollständige Feuerpause eingehalten werden", sagte Militärsprecher Anatoli Stelmach.
Kein Abzug beobachtet
Ein Sprecher der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sagte gegenüber dem ukrainischen Radiosender Westi, bisher habe die OSZE keinen Waffenabzug beobachtet. Die Armeeführung in Kiew warf den Aufständischen vor, stattdessen ihre Truppen neu aufzustellen.