Syrischer Flüchtling fordert:

Warum wir den Kontakt zur Türkei abbrechen sollten

20.03.2017

Aras Bacho wirft Erdogan Hetze vor und fordert dafür Konsequenzen.

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Deutschland und die Türkei befinden sich in einer komplizierten Lage. Erdogan und seine Anhänger wollen alle Dinge nach ihren Wünschen gestalten. Für uns in Europa ist die Lage erst kompliziert geworden, nachdem Erdogan Deutsche als "Nazis" bezeichnet hat.

Der türkische Staatspräsident Erdogan will die Welt gegen Deutschland und Niederlande aufhetzen. Vermutlich überschätzt der Staatspräsident seine Position. Trotzdem kann daraus ein Krieg entstehen: Denn die meisten Ausländer, die in Deutschland leben, sind Türken.

Ungefähr 60 Prozent der Türken in Deutschland sind Erdogan Anhänger. Das sind ungefähr 510.000 Menschen. Sie würden für Erdogan vieles tun, denn für sie ist er ein Ehrenmann.

Viele Deutschtürken wollen meine Fragen nicht beantworten. Ich vermute, dass sie Angst vor Erdogan haben. Angst, angegriffen zu werden.

Erdogan befindet sich gerade auf gutem Weg in eine Diktatur. Doch für ihn ist es keine Diktatur, für ihn ist es Demokratie.

Ich bin der Meinung, dass Europa keinen Kontakt mehr zur Türkei aufnehmen sollte. Erdogan spielt ein kindisches Spiel mit unseren Politikern und das kann zu starken Konflikten führen.

Die Politiker sollten schärfer gegen den türkischen Präsidenten und sein Volk vorgehen. Solange unsere Politiker hier und heute nicht handeln, werden weitere Konflikte entstehen.

Liebe Politiker, ihr seht doch was für ein Schatten sich hinter dem türkischen Präsidenten versteckt. Dann handelt gefälligst und lasst nicht von anderen eure Gesetze ändern. Ihr solltet keine Angst haben. Ihr habt Paragraphen und hoffentlich auch Mut.

In Europa sollte es wegen einer einzigen Person keine so großen Konflikte geben. Erdogan sollte wissen, dass Europa vielseitig und weltoffen ist und nach vorne schaut. Wir sind Europa und wir bestehen aus vielen Ländern. Wir alle halten uns fest und lassen keinen fallen. Wir sind solidarisch.

Autor: Aras Bacho

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