Nahost

Außenministerium: Reisewarnung bleibt weiter aufrecht

09.03.2026

Über eine Woche nach Beginn des neuen Nahost-Kriegs Israels und der USA gegen den Iran bleiben die jüngsten Einschätzungen der Sicherheitslage in der Region durch den Krisenstab des Außenministeriums in Wien aufrecht: Für die meisten Länder gilt weiter eine Reisewarnung. 

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© APA/GEORG HOCHMUTH
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Für Saudi-Arabien und den Oman bleibt ein hohes Sicherheitsrisiko bestehen, gab Ministeriumssprecher Clemens Mantl am Montag bekannt. Mehr als 1.300 Österreicher wurden bisher bei der Ausreise unterstützt.

Die Krisenteams in der Region und in Österreich seien weiter damit beschäftigt, Österreicher bestmöglichst zu betreuen und aus dem Krisengebiet "herauszubringen", so Mantl beim mittlerweile siebenten Sicherheitsupdate des Außenamts. Seit Samstag gebe es bei unterstützten Aus- und Rückreisen einen sinkenden Bedarf. Auf den Rückholflügen europäischer Partner blieben mehr und mehr Plätze frei.

Auch die Zahl der Österreicherinnen und Österreicher, die ihren Aufenthalt beim Außenamt registriert haben, gehe zurück. Es gebe auch weniger Hotline-Anrufe. Zugleich normalisiere sich der reguläre Linienflugverkehr. Im Zusammenhang mit den Reiseregistrierungen rief Mantl alle Zurückgekehrten dazu auf, sich aus den Listen der in der Region aufhältigen Personen wieder zu streichen. Der Fokus und die "oberste Priorität" liege nunmehr in der Betreuung einzelner Personen mit besonderen - etwa medizinischen - Bedürfnissen.

Vorläufige Bilanz des Kriseneinsatzes

Die Evakuierung der österreichischen Botschaft im Iran von Teheran in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku wurde laut Mantl am gestrigen Sonntag abgeschlossen. Der Betrieb läuft demnach wieder in vollem Umfang.

Am gestrigen Sonntag landete dem Sprecher zufolge ein Flug der OMV mit weiteren 47 österreichischen Staatsbürgern an Bord in der Heimat. Am morgigen Dienstag werden laut Ankündigung zehn Österreicher, die mithilfe der Slowakei ausreisen, in Bratislava erwartet.

Luftraum weiter gesperrt

Insgesamt habe Österreich vier gesonderte Ausreiseflüge für 800 Österreicher organisiert, zog Mantl Bilanz. Insgesamt leisteten die österreichischen Behörden ihm zufolge 1.300 Landsleuten Unterstützung bei der Ausreise. Hinzu kommen 110 Österreicher, die diesbezüglich Hilfe europäischer Partner Österreichs erhielten.

Was die weitgehenden Sperren des Luftraum über dem Nahen Osten betrifft, vermeldete Mantl: Der Luftverkehr in Saudi-Arabien und dem Oman funktioniere quasi ohne Einschränkungen. Von Maskat im Oman aus konnten in den vergangenen Tagen mit 80 Extra-Maschinen rund 100.000 Menschen die Kriegsregion verlassen. Es gebe Flüge von Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten (Dubai, Abu Dhabi) aus. Hier gebe es aber einen Passagierrückstand aufzuarbeiten, und der Betrieb sei teils von kurzfristigen Faktoren abhängig. In Israel gebe es nur sehr, sehr eingeschränkt Flüge.