Britischer Premier setzt sich gegen Verbalattacken von US-Präsident Trump zur Wehr und warnt deutlich.
Mit einem Andauern des Krieges Israels und der USA gegen den Iran werden aus Sicht des britischen Premierministers Keir Starmer auch wirtschaftliche Folgen für die Menschen im Vereinigten Königreich wahrscheinlicher. Je länger die Situation andauere, desto wahrscheinlicher seien "Auswirkungen auf unsere Wirtschaft, Auswirkungen auf das Leben und die Haushalte aller Menschen und alle Unternehmen", sagte der Labour-Politiker Starmer am Montag in London.
Die Aufgabe der Regierung sei es, "dem zuvorzukommen, vorauszudenken, die Risiken einzuschätzen, sie zu überwachen und diesbezüglich mit anderen zusammenzuarbeiten". Finanzministerin Rachel Reeves stehe in täglichem Austausch mit der Bank of England, um die Risiken zu bewerten. Das Land berate sich zudem eng mit anderen Staaten.
Die Sorge vieler Menschen vor den Auswirkungen des Krieges könne er verstehen, sagte Starmer. Die britische Wirtschaft stehe allerdings besser da als 2022, als der Ukraine-Krieg einen Energiepreisschock ausgelöst habe.
London wehrt sich gegen Trump-Attacken
Im Streit mit US-Präsident Donald Trump verteidigte Starmer sich erneut. "Entscheidungen darüber, was im besten Interesse Großbritanniens liegt, sind Entscheidungen, die der britische Premierminister trifft", sagte Starmer, "und so bin ich an alle Fragen und Entscheidungen herangegangen". Das Vereinigte Königreich und die USA würden wie immer "jeden einzelnen Tag zusammenarbeiten", betonte er. Die Briten, bis auf wenige Ausnahmen jahrzehntelang beständige Unterstützer der US-Außen- und Kriegspolitik, hatten den US-Streitkräften erst mit Verzögerung die Nutzung ihrer Stützpunkte für den Krieg gegen den Iran genehmigt. Das hat Trump verärgert.