In den Alpen
Halber Meter Neuschnee: Winter ist mit voller Wucht zurück
15.03.2026Ein massiver Wintereinbruch hat die Dolomiten am Sonntag in eine Gefahrenzone verwandelt. Innerhalb von nur 24 Stunden fielen bis zu 50 Zentimeter Neuschnee, was zu sofortigen Straßensperren führte.
Am Sonntag, 15. März, sorgten ergiebige Niederschläge in den höheren Lagen für einen rasanten Anstieg der Schneemassen. Besonders betroffen ist der Fedaiapass an der Grenze zwischen Trentino und Venetien, wo rund 50 Zentimeter Neuschnee gemessen wurden. Auch an den Pässen Valles, Rolle und San Pellegrino meldete der Wetterdienst Meteotrentino ähnliche Mengen.
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Erhebliche Gefahr durch Lawinen
Die Experten von Meteotrentino warnen vor der aktuellen Lage: „Die ergiebigen Schneefälle in der Höhe, verbunden mit dem starken Wind der vergangenen Stunden, haben zu einem deutlichen Anstieg der Lawinengefahr geführt, die oberhalb der Waldgrenze Stufe 3 – erheblich – erreicht hat.“ Aufgrund dieser Einschätzung sperrten die Behörden den Fedaiapass am Sonntag um 9:00 Uhr für den gesamten Fahrzeugverkehr.
Großeinsatz der Räumfahrzeuge läuft
In Venetien wurde für die Provinzstraße SP 641 ab dem Standort Capanna Bill der Schnee-Alarmcode „Gelb“ ausgerufen. Schneepflüge und Räumfahrzeuge sind seither ununterbrochen im Einsatz, um die Verkehrswege zu sichern. Der Betreiber Veneto Strade appelliert an die Bevölkerung: „Wir rufen alle Nutzer auf, sich vom Verbotsbereich fernzuhalten und den Schildern vor Ort zu folgen.“
Sonne für kommende Woche
Trotz der prekären Situation am Sonntag geben die Meteorologen eine vorsichtig positive Prognose für die nächsten Tage ab. Laut Meteotrentino werden die Höhenströmungen nachlassen, wodurch eine allmähliche Wetterbesserung erwartet wird. Für Montag wird überwiegend sonniges oder leicht bewölktes Wetter vorausgesagt, und auch von Dienstag bis Freitag soll stabiles, sonniges Wetter in der Region überwiegen.