Weltglücksbericht

Hier leben die glücklichsten Menschen der Welt

19.03.2026

Der Weltglücksbericht wird jedes Jahr rund um den Weltglückstag (20. März) veröffentlicht.

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New York. Die Finnen sind das glücklichste Volk der Erde. Im neuen Weltglücksbericht landen die Nordeuropäer im neunten Jahr in Folge auf Platz Eins. Mit Island, Dänemark und Schweden schaffen es drei weitere nordische Länder in die Top 5. Dazwischen mischt sich auf den vorderen Rängen nur Costa Rica (4). Auf den Plätzen Sechs bis Zehn folgen Norwegen, die Niederlande, Israel, Luxemburg und die Schweiz. Österreich ist um zwei Plätze auf Rang 19 zurückgefallen.

Besser geht es laut Bericht hingegen den Deutschen: Von Rang 22 im vergangenen Jahr machte Deutschland einen Sprung auf Platz 17 – und überholte damit Österreich. Die USA kämpften sich vom 24. Platz wieder um einen Rang nach vorn (23).

Der Weltglücksbericht wird jedes Jahr rund um den Weltglückstag (20. März) von einem interdisziplinären Forscherteam um das Wellbeing Research Centre der Universität Oxford veröffentlicht. Er liefert Einblicke, wie es um die Zufriedenheit und die wahrgenommene Lebensqualität der Menschen in aller Welt bestellt ist. In die Bewertung fließen Faktoren wie die Wirtschaftsleistung eines Landes, Gesundheit, das Freiheitsgefühl, die Großzügigkeit der Menschen und die Wahrnehmung von Korruption ein.

Experte: Finnen "dankbar für alles, was sie haben"

Stellt sich die Frage, was die Finnen so glücklich sein lässt: Humor und Gelassenheit seien auf jeden Fall eine Antwort, sagt Jan-Emmanuel De Neve, einer der Autoren des diesjährigen Weltglücksberichts. "Die Finnen sind nicht besessen davon, unbedingt glücklich sein zu wollen", erklärt er. "Sie sind offensichtlich sehr zufrieden und dankbar für alles, was sie haben, und sie nehmen sich selbst in dieser Hinsicht nicht allzu ernst, was ihnen wiederum hilft, die kleinen Dinge im Leben zu schätzen."

Nicht alle sozialen Medien senken das Wohlbefinden

In seinem Bericht hat sich das Wellbeing Research Centre in diesem Jahr besonders mit dem Einfluss von sozialen Medien auf die Zufriedenheit der Menschen beschäftigt. "Vor zwei Jahren haben wir einen massiven Rückgang des Wohlbefindens junger Menschen in der westlichen Welt und insbesondere in der englischsprachigen Welt festgestellt", erklärt De Neve.

Das lasse sich zumindest teilweise mit einer intensiven Nutzung bestimmter sozialer Medien erklären, sagt er: "Wir haben herausgefunden, dass eine moderate Nutzung, also eine Stunde oder weniger pro Tag, optimal zu sein scheint - und dass alles darüber hinaus mit einem Rückgang des Wohlbefindens einhergeht." Während Mädchen stärker betroffen seien als Buben, spiele auch die Art des Mediums eine Rolle. "Plattformen, die algorithmisch kuratierte Inhalte von Influencern bewerben, sind nicht gut für das Wohlbefinden", sagt De Neve - im Gegensatz zu solchen, die soziale Kontakte förderten: "Dabei konnten wir positive Zusammenhänge mit dem Wohlbefinden feststellen."

Wer das Glück sucht, muss in die Sauna gehen - oder in die Natur

Um das Wohlbefinden zu steigern, hat De Neve noch einen ganz persönlichen Tipp: raus in die Natur zu gehen. "Wir haben dazu nicht viele Daten, aber es ist deutlich, dass die Finnen sehr naturverbunden sind", sagt er. "Fast jeder hat eine Hütte oder ein Häuschen im Wald, die Leute gehen Kirschen pflücken oder Pilze sammeln - da ist diese tiefe, instinktive Verbindung zur Natur." Und nicht zuletzt soll auch die Sauna nicht unerwähnt bleiben: wo Finnen nicht nur schwitzen, sondern auch Geheimnisse teilen, Geschäfte besiegeln oder einfach nur plaudern.