Kosten von 2.000 €
Kampf gegen Alkohol am Steuer: Italien führt Alkolocks ein
25.02.2026Der italienische Straßenverkehrskodex bestraft ab jetzt nicht mehr nur Trunkenheit am Steuer - er versucht, diese zu verhindern, und zwar mit dem Alkolock.
Fahrer, die wegen Trunkenheit am Steuer mit einem Blutalkoholwert von mehr als 0,8 Promille oder 1,5 Promille verurteilt wurden, dürfen seit dieser Woche nach Ablauf ihres Führerscheinentzugs nur noch Fahrzeuge steuern, die mit einem Alkolock ausgestattet sind.
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Das Gerät verhindert das Starten des Motors, wenn der Atemalkoholwert über null liegt. Bevor der Schlüssel gedreht werden kann, muss geblasen werden. Erkennt das Gerät Alkohol im Atem, startet der Motor nicht. Der Verband der italienischen Autowerkstätten weist jedoch auf Probleme hin. Der italienische Fahrzeugbestand sei mit einem Durchschnittsalter von 13 Jahren sehr alt. In vielen älteren Autos sei der Einbau des Alkolocks technisch nicht möglich.
Jährliche Kalibrierung des Geräts ist Pflicht
Bisher musste ein alkoholisierter Fahrer in Italien mit einem Bußgeld von 800 bis 3.200 Euro, einer möglichen Haft bis zu sechs Monaten, dem Führerscheinentzug von sechs Monaten bis zu einem Jahr und dem Abzug von zehn Punkten rechnen. Nun kommt das Alkolock-Gerät hinzu.
Wer den Alkolock im Auto haben muss, fährt ab sofort jeden Tag kontrolliert. Die Kosten für die Installierung des Alkolocks betragen rund 2.000 Euro, alles zu Lasten des Betroffenen. Kommt das Auto mehrmals täglich zum Einsatz, muss der Test jedes Mal durchgeführt werden. Außerdem ist eine jährliche Kalibrierung des Geräts Pflicht: Der Alkolock ist ein Messinstrument und muss genaue Werte liefern. Wird das Auto von mehreren Personen genutzt, betrifft das auch Fahrer, die nicht sanktioniert wurden.
Das Fahren ohne Alkolock bzw. mit einem manipulierten oder nicht funktionierenden System wird mit einer Verwaltungsstrafe von 158 bis 638 Euro sowie mit einem Führerscheinentzug von einem bis sechs Monaten geahndet. Die Alkolock-Maßnahme soll Rückfälle verhindern und das Risiko schwerer Unfälle senken.