Bislang unbekannt
Mysteriöser Fund – Forscher entdecken neues "Feenwesen"
Der Fund wurde nun in der Fachzeitschrift Zoosystematics and Evolution veröffentlicht.
Der neu identifizierte Krebs trägt den Namen Streptocephalus warliae – benannt nach dem indigenen Warli-Stamm, der in der Region lebt. Besonders bekannt sind die Warli-Frauen für ihre traditionellen Gemälde, die sie mit natürlichen Materialien auf Wände auftragen.
Entdeckt wurde die neue Art in einem kleinen Basaltsteinteich in den Westghats, etwa 137 Kilometer nordöstlich von Mumbai. Die Region gilt als artenreich, ist laut den Forschenden jedoch bislang „unzureichend erforscht“. Der unscheinbare Tümpel ist derzeit der einzige bekannte Lebensraum der neuen Art.
Feenkrebse schwimmen kopfüber
Feenkrebse der Gattung Streptocephalus zeichnen sich durch eine besondere Schwimmweise aus: Sie bewegen sich kopfüber, mit den Beinen nach oben, durchs Wasser. Die neuentdeckte Art wird etwa zwei Zentimeter lang und besitzt zwei markante Antennensätze. Laut Studie handelt es sich um eine von sieben bekannten Streptocephalus-Arten, die auf dem indischen Subkontinent heimisch sind.
Das Forschungsteam war ursprünglich auf der Suche nach Brachiopoden, als es auf die Krebse stieß. Dabei wurden auch trächtige Weibchen mit Dutzenden Eiern gefangen – ein Hinweis darauf, dass es sich tatsächlich um eine stabile Population handelt. Wie viele Tiere dort leben, ist jedoch unklar.
Feenkrebse bewohnen in der Regel temporäre Kleingewässer, die sich in der Regenzeit bilden und später wieder austrocknen. Umso wichtiger sei es, diese fragilen Ökosysteme zu schützen, betonen die Forschenden – denn sie könnten weitere unbekannte Arten beherbergen.