Auf dem Aventin
Papst beginnt Fastenzeit mit Aschermittwochmesse
18.02.2026Papst Leo XIV. hat die Fastenzeit am Aschermittwoch mit den traditionellen Gottesdiensten auf dem römischen Aventin begonnen.
Nach dem Auftakt an der Benediktiner-Abtei Sant'Anselmo nahm er an der Prozession zu der nur knapp 300 Meter entfernten Basilika Santa Sabina teil. Anschließend segnete er die Asche und zeichnete den anwesenden Gläubigen das Aschenkreuz auf die Stirn.
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Mit dem traditionellen Ritus der Ascheerteilung beginnt für weltweit über 1,3 Milliarden Katholiken die österliche Bußzeit. Leo XIV. nutzte die Generalaudienz auf dem Petersplatz, um die Gläubigen auf einen Weg der inneren Erneuerung einzustimmen. Besonders deutlich wurde der Pontifex bei seinen Grüßen an die spanischsprachigen Gläubigen. Er empfahl ein "Fasten von Worten", die wie Waffen treffen und Schmerz zufügen können. Diese Form der Enthaltsamkeit bezeichnete er als "sehr konkret und oft wenig geschätzt".
Papst warnt vor "Ablenkungen des Alltags"
In Anlehnung an seine Fastenbotschaft vom 5. Februar mahnte der Papst, "das Geheimnis Gottes wieder in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen". Nur so könne der Glaube neuen Schwung finden und das Herz sich nicht in den "Unruhen und Ablenkungen des Alltags verlieren". Die Fastenzeit sei eine Einladung, innerlich erneuert zum Osterfest zu gelangen.
"Bitten wir den Herrn, unsere Herzen darauf vorzubereiten, sein Wort zu hören und in die Tat umzusetzen, indem wir auf Gesten und Kommentare verzichten, die andere verletzen und uns von seinem barmherzigen Herzen entfernen", so der Aufruf des Papstes.
An die deutschsprachigen Pilger richtete er den Wunsch, die Gnaden dieser Zeit mit "offenem Herzen" zu empfangen, damit sie "reiche Früchte des Heils für uns und unsere Brüder und Schwestern bringen". Eine echte Umkehr des Herzens, so betonte er gegenüber englischsprachigen Gästen, müsse sich zwangsläufig darin zeigen, dass man die Liebe Gottes mit den Menschen in der Umgebung teilt.